Schlagwort-Archive: #thedi

#thedi_20: Gegenmacht „bilden“ – Teil 2

Welche Zutaten hat der „Zaubertrank“ Gegenmacht?

Betriebsrat als Gegenmachts-Zaubertrank für Gewerkschaften und Arbeiterkammern,
cc: REFAK

Wir alle kennen die Geschichten von Asterix und Obelix, die mit einer Mischung aus Kampfeslust, Selbstbewusstsein, Schlauheit, List und nicht zu vergessen dem dosierten Einsatz ihres Zaubertranks der Übermacht der Römer immer wieder trotzen und sich in ihrem legendären gallischen Dorf gegen sie behaupten. Auch in der Interessenauseinandersetzung zwischen Kapital und Arbeit gibt es eine Übermacht. Es ist ein asymmetrisches, ungleiches Ringen um Teilhabe und gerechte Verteilung unter kapitalistischen Bedingungen. Umso wichtiger ist es, die Zutaten genau zu kennen und analysieren zu können, woraus wir unseren „Zaubertrank“ „Gegenmacht“ brauen können.

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#thedi_19: Gegenmacht „bilden“ – Teil 1

Gegenmacht bilden
CC: REFAK

Die interessenpolitischen Machtverhältnisse haben sich verändert. Sozialpartnerschaftlicher Dialog und Einfluss auf die staatliche Gesetzgebung haben dramatisch an Gewicht verloren. Gewerkschaftliche Gegenmacht muss nun anders organisiert werden und das fordert auch die gewerkschaftliche Bildungsarbeit!

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#thedi_18: Gewerkschaftliche Bildung, Kritik lernen…

…und die „Kunst, nicht dermaßen regiert zu werden“.

„Wie ist es möglich, daß man nicht derartig, im Namen dieser Prinzipien da, zu solchen Zwecken und mit solchen Verfahren regiert wird – daß man nicht so und nicht dafür und nicht von denen da regiert wird.“ „Nicht regiert werden wollen (…) diese Gesetze nicht mehr annehmen wollen, weil sie ungerecht sind….“
(Michel Foucault, Was ist Kritik, S. 11 und 13 )

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#thedi_17: Können wir Anderes denken?

Gedanken zu Utopie, Bildung und Solidarität

Abb.: Wien, S.V.

„Eine Weltkarte, in der Utopia nicht verzeichnet ist, ist keines Blickes wert, denn sie unterschlägt die Küste, an der die Menschheit ewig landen wird.“
Oscar Wilde, Der Sozialismus und die Seele des Menschen, S.38.

Ist eine Utopie mehr als ein erträumtes Fantasiegebilde, das tröstet in einer Welt, die keine Alternative mehr kennt? Oder ist es tatsächlich so, dass wer Visionen hat, diese ärztlich untersuchen lassen sollte? In einer Zeit des radikalen Sich-Abfindens und der Alternativenlosigkeit scheint es so.

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#thedi_16: Lernen, Neoliberalismus und Einsamkeit

Foto: Wien, S.V.

„In my solitude, You haunt me, With dreadful ease, Of days gone by“
Billie Holiday

Schneller, höher, weiter, effizienter, länger… Der Neoliberalismus fordert uns heraus, die täglichen „Challenges“ anzunehmen – schneller zu arbeiten, mehr zu arbeiten, länger zu arbeiten, billiger zu arbeiten… Weil der Standort es fordert, weil die Wirtschaft mehr Profit braucht, weil die anderen bereit sind so billig zu arbeiten… Und alle gegeneinander.

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#thedi_15: Bildung und Populismus

Foto: Wien, S.V.

Sind Bildung und Lernen die Lösungen für alle gesellschaftlichen Probleme? Lösungen für die Probleme unserer modernen Gesellschaften, in denen über Macht und Ungleichheit geschwiegen wird?

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#thedi_14: Ein historischer Exkurs über die Brauchbarkeit

Raus aus der Schule! Arbeiterjungen und ihr Spaß am Widerstand gegen Bildung.

Foto: Wien, S.V.

Paul Willis – ein britischer Soziologe – führte Ende der 1970er Jahre in einer Schule in Großbritannien eine mehrjährige, teilnehmende Beobachtung einer Gruppe von Arbeiterjungen, die, sagen wir, nicht sehr gute Schüler waren durch. In seinem Buch „Spaß am Widerstand. Gegenkultur in der Arbeiterschule“ zeichnete er als Ergebnis ein auch positives und nicht einfach moralisch abwertendes Bild dieser aufsässigen und schlechten Schüler – die Reaktionen der Fachkollegen und BildungspolitikerInnen darauf waren teils empört, da werde schulischer Vandalismus zum legitimen und noch dazu als kreativ bezeichneten Ausdruck von Resistenz gegen Unterdrückung und Chancenungleichheit stilisiert. Willis Studie stand den auch damals aktuellen Medienberichten über Gewalt an Schulen entgegen, die diese Gewalt nur individuell oder in zerbrochenen Elternbeziehungen verorteten, als einen Verfall von Kultur sozusagen.

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#thedi_13: Was ist nützliche oder brauchbare Bildung?

Abb. Berlin, S.V.

Für viele ist es ganz klar: Bildung dient der „Employability“, also der Beschäftigungsfähigkeit und ist Anpassungs-Pflicht einer und eines jeden. Die Menschen „müssen Resilienz (Widerstandsfähigkeit), ein breites Spektrum an Kompetenzen und Anpassungsfähigkeit entwickeln. So sind Notwendigkeit und Wert des lebenslangen Lernens, bei dem Menschen im Laufe ihres Lebens immer wieder neue und relevante Kompetenzen erwerben, heute offensichtlicher denn je“ schrieb die Europäische Kommission noch 2001. Bildung wird da zur verordneten Abwehrstrategie, zur Notwendigkeit, sich lebenslang anzupassen an den Markt, das Wirtschaftswachstum und die Umstände. 

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#thedi_12: Frauen in der Erwachsenenbildung (und der gewerkschaftlichen Erwachsenenbildung)

Zwischen „Schade, dass so wenige Frauen da sind!“ und „Da können Frauen häkeln lernen!“

Foto: Wien, S.V.

Die Frage der Repräsentation und Beteiligung von Frauen in der Erwachsenenbildung ist eine lange und viel diskutierte. Lange Zeit lautete die paternalistische, also männlich bevormundende, Frage: Was dürfen Frauen und was schadet ihrem „natürlichen“ Wesen nicht.  Ich erwähne die Traditionslinie der „Gefährdung“ der Familie, Ehe und Normalität durch allzu emanzipatorische Bildung und Methoden.

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#thedi_11: Von schlauen Mädchen und schlechten Chancen

Abb: Wien, S.V.

„Die Frage der vollen Emanzipation der Frau erweist sich also in letzter und entscheidender Instanz als eine ökonomische Frage, die im innigsten Zusammenhang mit der Arbeiterfrage überhaupt steht.“
(Clara Zetkin 1884)

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