Schlagwort-Archive: #thedi

#thedi_23: Gegenmacht “bilden” – Teil 5

Pierre Bourdieu – Ohne Kapital keine Macht oder
Bewegung im „sozialen Raum“ durch gewerkschaftliche Bildung

Pierre Bourdieu (CC: REFAK)

„Ob wir breitbeinig, aufrecht, erhobenen Hauptes … sitzen oder gehen, oder eher gesenkten Blicks, geduckt, zusammengesunken … verrät auch vieles über unsere Positionierung im sozialen Raum, die durch die Verteilung ökonomischen, kulturellen, sozialen und symbolischen Kapitals bestimmt wird.“

Zitat von Rosa, 2017, 128

Wohin auch das gewerkschaftliche Auge sieht … unerträgliche Ungleichheit und ungerechte Machtverhältnisse. Der französische Soziologe Pierre Bourdieu stellt die Frage der sozialen Ungleichheit in den Mittelpunkt seiner Gesellschaftstheorie. Es geht um ungleiche Verteilung von Macht. Macht definiert er dabei als „Verfügungsmöglichkeit über Ressourcen zur Durchsetzung eigener Bedürfnisse und Interessen“ (Koller, 2012, 139).

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#thedi_22: Gegenmacht “bilden” – Teil 4

Saul Alinsky – Taktiken zum Mächtigsein

Saul Alinsky (CC: REFAK)

Entweder werden wir einen Weg finden oder uns einen bauen.”

Taktik bedeutet, das zu tun, was man kann, mit dem was man hat. (…) In der Welt des Gebens und Nehmens ist die Taktik die Kunst des richtigen Gebens und Nehmens. Wir wollen uns hier mit der Taktik des Nehmens beschäftigen, nämlich wie die Habenichtse den Besitzenden Macht nehmen.

(Beide Zitate Saul Alinsky, Anleitung zum Mächtigsein)

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#thedi_21: Gegenmacht “bilden” – Teil 3

Amartya Sen
Amartya Sen, cc: REFAK

„Nicht die Erkenntnis, dass die Gerechtigkeit auf der Welt unvollkommen ist – vollkommene Gerechtigkeit erwarten nur wenige von uns -, treibt uns zum Handeln, sondern die Tatsache, dass es in unserer Umgebung Ungerechtigkeiten gibt, die sich ausräumen lassen und die wir beenden wollen.“

(Amartya Sen, Die Idee der Gerechtigkeit)

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#thedi_20: Gegenmacht “bilden” – Teil 2

Welche Zutaten hat der „Zaubertrank“ Gegenmacht?

Betriebsrat als Gegenmachts-Zaubertrank für Gewerkschaften und Arbeiterkammern,
cc: REFAK

Wir alle kennen die Geschichten von Asterix und Obelix, die mit einer Mischung aus Kampfeslust, Selbstbewusstsein, Schlauheit, List und nicht zu vergessen dem dosierten Einsatz ihres Zaubertranks der Übermacht der Römer immer wieder trotzen und sich in ihrem legendären gallischen Dorf gegen sie behaupten. Auch in der Interessenauseinandersetzung zwischen Kapital und Arbeit gibt es eine Übermacht. Es ist ein asymmetrisches, ungleiches Ringen um Teilhabe und gerechte Verteilung unter kapitalistischen Bedingungen. Umso wichtiger ist es, die Zutaten genau zu kennen und analysieren zu können, woraus wir unseren „Zaubertrank“ „Gegenmacht“ brauen können.

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#thedi_19: Gegenmacht „bilden“ – Teil 1

Gegenmacht bilden
CC: REFAK

Die interessenpolitischen Machtverhältnisse haben sich verändert. Sozialpartnerschaftlicher Dialog und Einfluss auf die staatliche Gesetzgebung haben dramatisch an Gewicht verloren. Gewerkschaftliche Gegenmacht muss nun anders organisiert werden und das fordert auch die gewerkschaftliche Bildungsarbeit!

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#thedi_19: „Building“ a countervailing power – Part 1

Gegenmacht bilden
CC: REFAK

The balance of power in the interest of politics has changed. Dialogue between the social partners and influence on state legislation have dropped dramatically in importance. Trade union countervailing power must now be organised differently, and trade union education work also demands this! 

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#thedi_18: Gewerkschaftliche Bildung, Kritik lernen…

…und die „Kunst, nicht dermaßen regiert zu werden“.

„Wie ist es möglich, daß man nicht derartig, im Namen dieser Prinzipien da, zu solchen Zwecken und mit solchen Verfahren regiert wird – daß man nicht so und nicht dafür und nicht von denen da regiert wird.“ „Nicht regiert werden wollen (…) diese Gesetze nicht mehr annehmen wollen, weil sie ungerecht sind….“
(Michel Foucault, Was ist Kritik, S. 11 und 13 )

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#thedi_20: „Building“ Countervailing power – Part 2

Which ingredients does the “magic potion” countervailing power consist of? 

Betriebsrat als Gegenmachts-Zaubertrank für Gewerkschaften und Arbeiterkammern,
cc: REFAK

We all know the stories of Asterix and Obelix, who, with a mixture of belligerence, self-confidence, shrewdness, cunning and not to forget the dosed use of their magic potion, defy the superiority of the Romans again and again and stand up to them in their legendary Gallic village. There is also a superiority in the conflict of interests between capital and labour. It is an asymmetrical, unequal struggle for participation and fair distribution under capitalist conditions. This makes it all the more important to know exactly what the ingredients are and to be able to analyse them, from which we can brew our “magic potion” “countervailing power”. 

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#thedi_17: Können wir Anderes denken?

Gedanken zu Utopie, Bildung und Solidarität

Abb.: Wien, S.V.

“Eine Weltkarte, in der Utopia nicht verzeichnet ist, ist keines Blickes wert, denn sie unterschlägt die Küste, an der die Menschheit ewig landen wird.”
Oscar Wilde, Der Sozialismus und die Seele des Menschen, S.38.

Ist eine Utopie mehr als ein erträumtes Fantasiegebilde, das tröstet in einer Welt, die keine Alternative mehr kennt? Oder ist es tatsächlich so, dass wer Visionen hat, diese ärztlich untersuchen lassen sollte? In einer Zeit des radikalen Sich-Abfindens und der Alternativenlosigkeit scheint es so.

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#thedi_16: Lernen, Neoliberalismus und Einsamkeit

Foto: Wien, S.V.

“In my solitude, You haunt me, With dreadful ease, Of days gone by”
Billie Holiday

Schneller, höher, weiter, effizienter, länger… Der Neoliberalismus fordert uns heraus, die täglichen “Challenges” anzunehmen – schneller zu arbeiten, mehr zu arbeiten, länger zu arbeiten, billiger zu arbeiten… Weil der Standort es fordert, weil die Wirtschaft mehr Profit braucht, weil die anderen bereit sind so billig zu arbeiten… Und alle gegeneinander.

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