Toolbox gendersensible Bildungsarbeit

Nach wie vor hat das Thema Gender einen besonderen Stellenwert (nicht nur) innerhalb der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit. Erfolge der Frauenbewegungen werden laufend infrage gestellt, während versucht wird, genderspezifische Forderungen und Anliegen zu verneinen und ins Lächerliche zu ziehen.

Gleichberechtigung ist immer noch umkämpft und noch lange nicht erreicht. Nach wie vor werden vor allem Frauen und Menschen, die sich nicht als männlich oder weiblich zuordnen lassen, aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert oder unsichtbar gemacht. Das äußert sich sowohl in Strukturen als auch im alltäglichen Umgang zwischen einzelnen Menschen. Führungsetagen sind nach wie vor männlich dominiert und im Schnitt werden Frauen immer noch deutlich geringer entlohnt als Männer. Aspekte von Gender zeigen sich aber auch deutlich im alltäglichen Leben, in den Beziehungen zwischen Menschen. Debatten wie #Aufschrei oder #Metoo zeigten deutlich, wie Sexismus und sexualisierte Gewalt den Alltag von fast allen Menschen prägt.

Für Gewerkschaften muss es Ziel sein, die Arbeits- und Lebenssituationen insbesondere von Frauen zu verbessern. Dafür braucht es zuallererst Bewusstsein über bestehende Verhältnisse, über den Alltag und die Lebenserfahrungen von Frauen und Männern, über Sexismus und Diskriminierung. Die folgenden Materialen und Übungen sollen helfen, Einstiege in das Thema zu ermöglichen, Diskussionen anzustoßen und Hintergrundinformationen anbieten.
Wichtiger Hinweis für die Verwendung der Materialen und Übungen ist allerdings, dass diese nicht ohne didaktisch-pädagogisches Vorwissen angewandt werden sollten. Ebenfalls notwendig sind bereits vertiefte Kenntnisse im Bereich Gender und Erfahrung im Umgang mit Gruppen – insbesondere, was mögliche Fallstricke und Dynamiken im Umgang mit Stereotypen und sexistischer Diskriminierung sind. Das Programm der ReferentInnen Akademie bietet immer auch entsprechende Seminare an!

Die hier vorgestellten Übungen sollten nur gut sehr gezielt in die eigene Seminarplanung eingebaut werden. Daher sollte zuerst überlegt werden, worauf ich mit einer Übung hinaus möchte – und wie ich von dieser Übung wieder zurückführen kann. Es ist auch möglich, Präsentationen und Übungen abzuändern und den jeweils unterschiedlichen Anforderungen und Gruppensituationen anzupassen. Fragen können ergänzt oder geändert, Folien hinzugefügt oder weggelassen werden.

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