Schlagwort-Archive: Gegenmacht bilden

Schon mal Gegenmacht trainiert?

Grafik: Philip Taucher

Eine kurze Nachlese

Am 7./8. September 2022 fand im BIZ der AK Wien ein REFAK-Seminar unter dem Titel „Schon mal Gegenmacht trainiert?“ statt. Im Mittelpunkt dieses von Tanja Dobart und Gerhard Gstöttner-Hofer geleiteten Trainings stehen Inhalte und Methoden, die eine kreative und vielfältige Vermittlung von (Gegen-)Machtkompetenzen unterstützen sollen. Hintergrund ist die Aufgabe, in allen Organisationsbereichen der Gewerkschaftsbewegung „Machtkompetenz“ zu stärken. Die gewerkschaftliche Bildungsarbeit ist dafür ein wesentlicher Hebel.

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#thedi: Gegenmacht „bilden“ – Teil 6

antonio Gramsci
CC: Philip Taucher

Aufbau von Gegen-Macht? Schlag nach bei Antonio Gramsci!

„Das heißt, dass jeder Revolution eine intensive kritische Arbeit voranging, eine kulturelle Imprägnierung, ein Eindringen von Ideen in Menschengruppen, die zuvor unzugänglich waren und nur daran dachten, Tag für Tag, Stunde um Stunde, ihre individuelle ökonomische und politische Problematik auf eigene Faust zu lösen, ohne die Bande der Solidarität mit den anderen Menschen zu knüpfen, die sich in derselben Situation befanden.“

Gramsci, zit. n. Mayo, 44
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#geb: Mach dich stark!

(C) Julia Stern

Gegenmacht in der Bildungsarbeit

Seit vier Jahren geistert der Begriff „Gegenmacht“ durch die gewerkschaftliche Bildungslandschaft. Die REFAK bietet dazu Seminare und auch am REFAK-Blog ist schon manches darüber geschrieben worden. Hier gehen wir nun den Fragen nach: Was steckt hinter dem Begriff? Warum ist Gegenmacht notwendig und wie kann Bildung „ermächtigen“? Schließlich: Was bedeutet das für Referent:innen und ihre Seminarinhalte? Wolfgang Greif, Leiter der GPA-Bildung, und Peter Marchsteiner, Leiter der Younion-Bildung, erzählen aus ihrer Praxis.

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Gegenmacht bilden: Let’s get movin‘

Organisierung und Mobilisierung wirkungsvoll begleiten

Organizing-Kreislauf & Seminarablauf,
Illustration: Sandra Stern

Gegenmacht aufbauen kann unterschiedliches bedeuten. Wir denken, Organisierung und Mobilisierung der gewerkschaftlichen Basis sollte eine zentrale Rolle spielen. Systematisches Organizing könnte einen wichtigen Beitrag dazu leisten. Damit hat sich das REFAK Seminar von Sandra Stern und Martin Windtner von 19.10.-21.10.2021 beschäftigt.

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Schon mal Gegenmacht trainiert?

Eine kleine Nachlese

Gegenmacht
cc: Philip Taucher

Die „Machtfrage‟ steht von jeher im Mittelpunkt gewerkschaftlicher Bildung. Veränderung gibt es bei der Spielanlage auf dem Spielfeld der Macht. Lange glich der Interessenausgleich einem Freundschaftsspiel mit Fairplay. Nun läuft er wie auf einer schiefen Ebene, gegen Überzahl und mit parteiischem Schiedsrichter*innen. Es heißt nun, Gegenmacht aufzubauen mit Spielwitz, Angriffigkeit, Einsatz, Teamgeist und Strategie.
Damit haben sich Tanja Dobart und Gerhard Gstöttner-Hofer von 08.09.-10.09.2021 im REFAK Seminar „Schon mal Gegenmacht trainiert“.

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Buchtipp: Gegenmacht bilden

Ein neues VÖGB Skriptum für die gewerkschaftliche Bildungsarbeit

In einem neuen Band der VÖGB-Skripten zur Praktischen Gewerkschaftsarbeit wird die Bildung von Gegenmacht zum Thema für die künftige Ausrichtung der Betriebsrats- und Gewerkschaftsarbeit gemacht.

In einer fiktiven Geschichte, die jederzeit aus dem betrieblichen Leben gegriffen sein könnte, wird der spannende Weg nachgezeichnet, wie es ein neu aufgestelltes Betriebsratsteam gemeinsam mit der Gewerkschaft schafft – initiiert durch eine Bildungsklausur – zu einem gut organisierten und schlagkräftigen Machtfaktor im Betrieb zu werden.

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#thedi: Gegenmacht „bilden“ – Teil 5

Pierre Bourdieu – Ohne Kapital keine Macht oder
Bewegung im „sozialen Raum“ durch gewerkschaftliche Bildung

Pierre Bourdieu (CC: REFAK)

„Ob wir breitbeinig, aufrecht, erhobenen Hauptes … sitzen oder gehen, oder eher gesenkten Blicks, geduckt, zusammengesunken … verrät auch vieles über unsere Positionierung im sozialen Raum, die durch die Verteilung ökonomischen, kulturellen, sozialen und symbolischen Kapitals bestimmt wird.“

Zitat von Rosa, 2017, 128

Wohin auch das gewerkschaftliche Auge sieht … unerträgliche Ungleichheit und ungerechte Machtverhältnisse. Der französische Soziologe Pierre Bourdieu stellt die Frage der sozialen Ungleichheit in den Mittelpunkt seiner Gesellschaftstheorie. Es geht um ungleiche Verteilung von Macht. Macht definiert er dabei als „Verfügungsmöglichkeit über Ressourcen zur Durchsetzung eigener Bedürfnisse und Interessen“ (Koller, 2012, 139).

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#thedi: „Building“ counter power – Part 5

Pierre Bourdieu – No power without capital or
Movement in „social space“ through trade union education

Pierre Bourdieu (CC: REFAK)

„Whether we sit or walk broad-legged, upright, head held high … or rather lowered-eyed, crouched, slumped … also reveals much about our positioning in social space, which is determined by the distribution of economic, cultural, social and symbolic capital.“

Quote from Rosa, 2017, 128

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(online) Studientag „Gewerkschaftliche Gegenmacht in Branche und Betrieb“

Gegenmacht
CC Philip Taucher

der Arbeiterkammer Oberösterreich mit:

  • Anna Daimler, vida Generalsekretärin
  • Klaus Dörre, Uni Jena, Schwerpunkte u.a. Arbeiter*innen-Bewegung und Solidarität
  • Wolfgang Greif, Leiter der Bildungsabteilung der Gewerkschaft GPA Wien
  • Gerhard Gstöttner-Hofer, AK OÖ
  • Eva Scherz, Chefverhandlerin der Gewerkschaft GPA, Wien
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#thedi: Gegenmacht „bilden“ – Teil 4

Saul Alinsky – Taktiken zum Mächtigsein

Saul Alinsky (CC: Philip Taucher)

Entweder werden wir einen Weg finden oder uns einen bauen.“

Taktik bedeutet, das zu tun, was man kann, mit dem was man hat. (…) In der Welt des Gebens und Nehmens ist die Taktik die Kunst des richtigen Gebens und Nehmens. Wir wollen uns hier mit der Taktik des Nehmens beschäftigen, nämlich wie die Habenichtse den Besitzenden Macht nehmen.

(Beide Zitate Saul Alinsky, Anleitung zum Mächtigsein)

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