Mit einfachen Methoden lässt sich während eines Seminars überprüfen, ob und inwieweit Lernziele erreicht sind. Das ermöglicht eine „Sofort-Reparatur“. Bei Lerninhalten, die nach meiner Vermittlung noch nicht verstanden oder nicht anwendbar sind, kann ich nachbessern.
Wir Referentinnen und Referenten überschätzen oft unsere Wirkung. Wie viele von den Lerninhalten, die wir vermitteln, kommen tatsächlich an? Um das nicht erst am Ende eines Seminars oder einer Schulung zu prüfen, sondern schon im laufenden Lernprozess, entstand die Idee der Lernchecks.
** Sammeln von Ideen, Begriffen, Assoziationen usw. zu einem Thema entlang von Buchstaben
Kurzbeschreibung
ABC-Listen sind ein guter Einstieg in ein Thema. Mithilfe des Alphabets als Inspiration werden die TeilnehmerInnen gebeten, für jeden Buchstaben einen Begriff zu finden, der mit diesem Buchstaben anfängt und einen Bezug zu dem vorgegebenen Thema hat. Ausgangspunkt für die Sammlung kann entweder das gesamte Alphabet sein – dann müssen Begriffe gefunden werden von A bis Z; Alternativ kann auch ein zentraler Begriff aus dem Thema oder aber das Thema selbst als Sammelgrundlage genommen werden.
Ein Blatt Papier mit dem Alphabet am linken Rand von oben nach unten. Das soll eine Lernhilfe sein und noch dazu bei ganz unterschiedlichen Lerninhalten funktionieren? Ich war skeptisch und musste das ausprobieren, allein für mich und mit Kleingruppen. Inzwischen bin ich ein Fan der Methode.
Einzelarbeit im vollen Seminarraum, mit Kolleg*innen gleich daneben und der Chance zum direkten Austausch und zur Kooperation? Das scheint nicht zu passen. Die COVID 19-Pandemie zwang und zwingt uns zur Distanz und zum Lernen alleine vor dem Rechner sitzend. Da war und ist vermehrte Einzelarbeit unumgänglich und wir entdecken die Vorzüge des Arbeitens und Lernens nur für sich.
Seminare ansprechend und nachvollziehbar dokumentieren
Gibt es ein Flipchart-Protokoll? Können wir die Fotos nach dem Seminar haben? Die meisten Trainer:innen kennen diese Fragen. Ebenso wie so manche Mühe beim Erstellen einer ansprechenden Seminardokumentation. Wie es anders geht, wie wir Seminardokus erstellen, die gar nicht erst in der Schublade landen, haben wir von 03.11.-05.11.2021 erarbeitet. Wir sind übrigens Irene Steindl , Lana Lauren und unsere tollen Teilnehmer:innen. 🙂
Hier findet ihr eine kurze Zusammenfassung und Eindrücke aus dem Seminar. Und, tataaaa: Mit Audio-Feedback und unserer Live-Dokumentation am Ende.
Methoden, Methoden, Methoden: Drei Tage lang haben die Teilnehmer*innen Methoden für die verschiedensten Situationen im Seminar kennengelernt und ausprobiert und so ihr eigenen Werkzeugkoffer für Vermittlung von Lerninhalten aufgefüllt.
TeilnehmerInnen schreiben selbst auf, was sie für sich selbst als „Beute“ aus einer Bildungsveranstaltung mitnehmen. Beutebücher sind nichts anderes als die papierene Aufforderung an die Lernenden, sich selbst zu notieren, was ihnen wichtig ist und was sie in ihrer Praxis umsetzen wollen.
Back-home-Übungen, Merkanker, Lernpartnerschaften, aber auch einfach fest eingeplante Zeit zum Nachdenken, wie das Gelernte umzusetzen ist, so lässt sich der Praxistransfer methodisch unterstützen. Dieses Anschieben kommt bei der Planung und Durchführung von Seminaren und Schulungen oft zu kurz.