Seminardokumentation: Toolbox B

Seminargestaltung und (Beg-)Leitung

6.11.2018 – 8.11.2018

TrainerInnen: Florian Reiter und Margret Steixner

Ziele

Die TeilnehmerInnen…
… können selbstständig Workshops und Seminare planen
… kennen die Stärken und Grenzen ihrer Leitungspersönlichkeit
… können ihr Seminardesign der Situation entsprechend abändern

Inhalte

  • Ankommen, Rückblick Toolbox A, Ausblick Toolbox B
  • Feedback + Diskussion der Feinplanungen (Projekte zwischen Toolbox A und B)
  • Statusübungen (Improvisationstheater)
  • Wahrnehmungsdimensionen
  • Meine Aufgaben und Zuständigkeiten als Leitung
  • ganz viel Probeleiten mit ausführlicher Reflexion und Blick unter die Oberfläche
  • Transfer

 

 

Ankommen, Rück- und Ausblick

  • Wiedersehen nach einem Monat: Wir machen eine erste Runde mithilfe von Karten und den Fragen: Wie geht es mir? Wie komme ich in der Toolbox B an?
  • Wir beginnen mit der Frage „Was ist in meinem TrainerInnenleben seit der Toolbox A passiert?“. Es werden motivierende und herausfordernde Erlebnisse bei Trainingseinsätzen erzählt und dabei auf die Inhalte und Themen der Toolbox A Bezug genommen bzw. Fragen für die Toolbox B gesammelt.

 

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Struktur + Prozess

Für wirkunsgvolle Trainings ist das Zusammenspiel von Struktur und Prozess von großer Bedeutung. Dies ist auch der Bogen, der sich über die gesamte Toolbox spannt. In der Toolbox A wird die Struktur für eine Bildungsveranstaltung entwickelt. In der Toolbox B wird mit dem Probeleiten ein Teil der Prozesse live ausprobiert. In diesen Simulationen werden wertvolle Selbst- und Fremderkenntnisse gesammelt und auf Basis der Erfahrungen die Struktur weiterentwickelt.

Feedback + Diskussion der Feinplanungen

Ein wichtiger Schwerpunkt der Toolbox ist die Arbeit an konkreten Seminarplanungen und -designs. Zwischen der Toolbox A und der Toolbox B arbeiten alle TeilnehmerInnen ein Design aus. D.h. neben den Zielen und Inhalten der einzelnen Blöcke sollen auch für den gesamten Ablauf konkrete Methoden überlegt werden, wie diese Ziele am besten umzusetzen sind, inklusive Zeitangaben und Verantwortlichkeiten. Das geschieht am besten mit einer Übersicht wie dieser oder dieser in Word oder aber in Excel.
Es wurden zwei Teilgruppen gebildet, die auch in der Toolbox A schon verstärkt miteinander kooperiert haben sowie TeilnehmerInnen und TrainerInnen geben Feedback auf die weiterentwickelten Designs.

 Der Blick unter die Oberfläche: Wahrnehmungsdimensionen

Um den Prozess einer Lerngruppe steuern zu können sowie das Design flexibel anpassen und adaptieren zu können, ist es notwendig, eine differenzierte Wahrnehmung für das Geschehen in der Gruppe zu entwickeln. Die Dimensionen der Wahrnehmung wurden gemeinsam erarbeitet und dann in einem Sequenztraining geübt.

 

Statusübungen

8_statusübungen… kommen ursprünglich aus dem Bereich des Improvisationstheaters und dienen einerseits dazu, ins Tun und Umsetzen vor der Gruppe zu kommen. Andererseits lässt sich mit diesen Übungen gut reflektieren wie Mimik, Gestik, Stimme und Auftreten im „Publikum“ und bei den BeobachterInnen ankommen.
Wir haben hierbei „Betreten der Bühne“ und die Statuswippe im Seminar ausprobiert.

Probeleiten

Das Probeleiten stellt das Herzstück der Toolbox B dar:
Einzelne Sequenzen aus den Designs werden von den TeilnehmerInnen angeleitet. Die SeminarkollegInnen und die TrainerInnen geben Feedback. Durch die Statusarbeit ist geklärt, was in der Wahrnehmungsdimension „Beobachten“ wichtig ist. Wir gehen mit den anderen drei Wahrnehmungsdimensionen „Denken“, „Fühlen“ und „Wollen“ aber noch einen Schritt weiter. Die ProbeleiterInnen erhalten Rückmeldungen, was wir uns als TeilnehmerInnen gedacht haben (unsere Interpretationen, unsere Annahmen), wie wir uns emotional und körperlich gefühlt haben (abgeholt, gestresst, gelangweilt, orientiert, sicher, ängstlich,…) und was wir in der Situation gebraucht, gewollt oder uns gewünscht hätten.

Die „Probeleitungen“ liefen immer nach dem gleichen Schema ab: Die (jetzt zuständige) TrainerIn hat allen kurz erklärt, in welchem Setting sie sich befinden: Dauer des Seminars insgesamt, Ziel, Zielgruppe, wo befinden wir uns nun konkret in dieser Situation. Die restlichen SeminarteilnehmerInnen haben die TeilnehmerInnen „gespielt“. Nach der geleiteten Sequenz hatten alle die Möglichkeit, aus ihrer Sicht Feedback auf allen Ebenen der Wahrnehmung zu geben. Am dritten Tag gab es dann noch eine Extra-Runde zum Thema „Wie stelle ich mich vor“ bzw. „Wie bereite ich mich gut auf die Vorstellung vor“.

 

Hier ein paar Impressionen der Probeleitungen:

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Insbesondere die Rollenspiele, deren Anleitungen und Reflexionen haben viel Aufmerksamkeit bekommen. Wir haben gesammelt, was dabei zu beachten ist: In der Vorbereitung ist es wichtig die Szene zu klären, das heißt: Wo? ist man gerade, Was? ist das Thema / die Überschrift der Szene und die Rolle(n) sind klar zu bennen. Am Besten liegt beides in schriftlicher Form vor (wenn das Rollenspiel aus dem Prozess heraus entsteht, kann das natürlich nicht der Fall sein. Aber auch in dieser Situation können Eckpunkte auf einem Flipchart festgehalten werden).

Die TeilnehmerInnen müssen selbst entscheiden können, welche Rolle sie übernehmen wollen und welche nicht. Requisiten sind nicht zwingend notwendig können aber hilfreich sein in eine andere Rolle zu schlüpfen.

Da das übernehmen einer fremden Rolle oft Emotionen und Erfahrungen mit sich bringt, die wichtig für das Spiel sind, aber für eben nicht die eigenen sind, hat das „Entrollen“ nach dem Rollenspiel eine besondere Bedeutung:  Man kann sich dazu „ausschütteln“, die Rolle (mit den Händen) abstreifen oder auch kurz die Hände waschen gehen.

 

Das Probeleiten war von Input-, Reflexions- und Arbeitsphasen durchzogen. In einem Steuerungsfeedback haben wir die Themen im Hier & Jetzt erhoben und dabei mit den Wahrnehmungsdimensionen und dem TZI-Modell gearbeitet.

 

Reflexion und Transfer

Der letzte Tag der insgesamt fünftägigen Veranstaltung stand ganz im Zeichen von Transfer und Reflexion. Den Prozess im Lerndoppeldecker ernst nehmend, haben wir Rückschau gehalten und kritische bzw. verbesserungswürdige Situationen in der Toolbox B gesammelt und diese dann bearbeitet.

Ziel von Transfermethoden ist es, den Bezug zum Arbeitsalltag herzustellen. Dieser Praxisbezug mithilfe der Transfermethoden zog sich von der Toolbox A bis hin zur Toolbox B. Dadurch soll eine Hilfestellung für einen einfacheren Einbezug des Erlernten in die eigene Bildungsarbeit geboten werden.

 

Materialien

Hier nochmals alle Materialien der Toolbox A und B auf einen Blick:

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