#visdo_26 – Auf Linie bleiben

Gerade Linien und Platzeinteilung am Blatt

Ich werde oft gefragt, wie ich es schaffe, dass sich der Text in einer Zeile ausgeht und dass diese Zeile auch mehr oder weniger gerade ist und nicht wie ein Bergkamm aussieht. Da das ein Thema ist, das viele beschäftigt, die am Flipchart arbeiten, habe ich mir gedacht ich fasse meine Tipps zu diesem Thema diese Woche im #visdo zusammen. Es ist nämlich garnicht so schwer auf Kurs zu bleiben, wenn man weiß wie.

Schreiben ohne Kippgefahr

Beim Schreiben am Flipchart steht man ja oft nicht frontal davor, sondern links oder rechts neben dem Flipchart, um Blickkontakt zu der Gruppe zu halten. Das macht es schwierig gerade zu schreiben, da uns beim Blick von der Seite die Perspektive gerne einen Streich spielt. Um dennoch schöne gerade Zeilen hinzubekommen, kann ich euch (neben Üben natürlich) zwei Sachen empfehlen:

A. Wenn es kariertes oder liniertes Flipchart-Papier gibt, verwendet dieses. Allerdings nicht mit der linierten bzw. karierten Seite nach vorne, sondern umgedreht. So schaut es aus der Ferne immernoch aus wie glattes Papier und ihr habt beim Fotografieren für das Flipchartprotokoll keine störenden Markierungen. Dennoch könnt ihr bei den meisten Papiersorten die Hilfslinien sehen, wenn ihr direkt vor dem Flipchart steht.

B. Wenn nur glattes (also weder liniertes noch kariertes) Papier vor Ort ist, macht euch einen Linienspiegel. Dazu nehmt ihr das letzte Blatt vom Block und zeichnet mit einem schwarzen Stift Hilfslinien, indem ihr den unteren Blattrand als „Lineal“ verwendet. Wenn ihr nun weiterblättert, seht ihr die Hilfslinien und könnt gerade Zeilen schreiben. Ist ein Flipchart fertig, reißt ihr es entweder ab, um es aufzuhängen oder ihr blättert weiter und könnt dann den Text des ersten Flipcharts als Orientierungshilfe für das zweite nutzen.

Den vorhandenen Platz nutzen

Nun wissen wir, wie wir unsere Zeilen gerade hinbekommen. Wie sich die Wörter darin unterbringen lassen, ist allerdings noch nicht geklärt. Das schauen wir uns aber auch gleich an. Der Trick liegt hier darin, die Breite der Buchstaben so zu variieren, dass die Wörter je nach Bedarf schmäler oder breiter werden. Denn bei gleichbleibender Schrifthöhe, hat man immer noch viel Spielraum was die Breite der Buchstaben angeht. Seht selbst:

Wie immer gilt: probiert es aus, erzählt es weiter (denn das hilft beim Merken) und habt viel Spaß beim Schreiben, Zeichnen und Gestalten.

Autorin: Lana Lauren

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