#mm: Blick in die Zukunft

icon_#mmZiel
**auf neue Ideen kommen
**visionäres Denken anregen
**Energie auslösen, um Probleme im Hier und Jetzt anzugehen
**Klärung, was das (gemeinsame) Ziel ist

Kurzbeschreibung
Die Methode ist bewusst sehr visionär und zielt darauf ab, über die Entwicklung einer Vision Ideen zu sammeln, wie ein Weg Richtung dieser Vision aussehen könnte. Die Gruppe wird durch die Moderation in die Zukunft „gebeamt“ – „Stellt Euch vor, ihr befindet euch im Jahre …“ und angeleitet, sich vorzustellen, dass sie …
… ein Ziel erreicht haben
… erfolgreich ein Problem gelöst haben
… eine Umstrukturierung oder Organisationsentwicklung abgeschlossen haben
… als Betriebsratsgremium zusammengefunden haben
….
Gerade, wenn die TeilnehmerInnen visionäres Arbeiten nicht so gewohnt sind, ist dieser einleitende Teil wichtig und eine kleine Geschichte sehr hilfreich, um das Loslassen von der umgebenden Realität zu erleichtern. Die TeilnehmerInnen sollen dann zuerst einzeln (ca. 10min) und anschließend in Kleingruppen (höchstens 5) diskutieren, wie die Zukunft aussieht. Der Schwerpunkt kann dabei einerseits auf den Zustand gelegt werden, dann geht es darum, zu überlegen und diskutieren, was genau dann anders und besser ist. Andererseits kann auch hier schon die Aufgabe sein, den Weg dahin zu beschreiben, also, welche Maßnahmen gesetzt wurden, um in den idealen oder idealeren Zustand zu kommen. Am Ende berichten die Kleingruppen im Plenum; die Geschichten können dabei erzählt, auf einer Bühne szenisch dargestellt oder in einem Marktplatz (#mm) präsentiert werden.

Einsatz
Der „Blick in die Zukunft“ ist ein guter Themeneinstieg, wenn es um Problemlösungen und Strategieentwicklung geht und eignet sich, so die Gruppe sich darauf einlassen kann/will, um eine positive Zukunftsperspektive und damit eine positive Stimmung in einer vielleicht etwas belastenden Situation zu eröffnen. Über den „Blick in die Zukunft“ wird zunächst beschrieben, was sich alles verändert hat. Der nächste und sehr wichtige Schritt wäre dann, konkret an dem Weg dorthin zu arbeiten und zu überlegen, welche Maßnahmen, Aktivitäten, Strategien, Prozesse usw. dazu notwendig sind. Das kann über eine Gewichtung der in den Visionen enthaltenen „Ziele“ sein, zu denen dann jeweils (z.B. in Kleingruppen, #mm) Strategien erarbeitet werden: Was müssen wir tun, um dieses Ziel/diesen Zustand zu erreichen? Mit welchen Maßnahmen, Aktivitäten, Strategien kommen wir dieser „Vision“ am nächsten? In diesem Fall setzen die Strategien stark an der Vision an und erst dann wird der Bogen zur „Realität“ geschlagen mit dem Vorteil, dass dadurch neue Ideen entwickelt und neue Wege aufgezeigt werden können.
Hier ein paar Beispiele:

  • Wie sieht für mich eine Gesellschaft/ein Betrieb aus, in der/dem Gleichstellung umgesetzt ist? Dies könnte ein Einstieg in die Entwicklung von Maßnahmenschwerpunkten im Bereich Gleichstellung sein oder aber als Methode verwendet werden, um die Vielfalt aufzuzeigen, was von unterschiedlichen TeilnehmerInnen mit dem Thema „Gleichstellung“ assoziiert wird.
  • Was ist meine Vision von einer Betriebsversammlung? Ein sehr guter und erprobter Einstieg in die Planung von neu gestalteten Betriebsversammlungen.
  • Was ist meine Vision von einem Betriebsratsgremium/meinem Team? In diesem Fall ist es eine Methode zur Teamentwicklung. Vorgehensweise: Jede/r erarbeitet seine/ihre Einzelvision und dann wird überlegt, wie daraus eine gemeinsame Vision entwickelt werden kann. Dies könnte zum Beispiel über eine schrittweise Vergrößerung der Gruppe umgesetzt werden: erst paarweise, dann zu viert, dann zu acht, usw…

Varianten
Blick zurück aus der Zukunft: Hier werden die TeilnehmerInnen gebeten, aus der Zukunft zurückzublicken und die Erfolgsstory einer abgeschlossenen Veränderung, der Umsetzung eines schwierigen Projektes zu beschreiben.

 

Autorin: Nicola Sekler

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