Bildung in Zeiten von Corona – Teil 9

Entspannen, runterkommen, ablenken…

So eine Zeit voller Ausgangsbeschränkungen kann ganz schön fordernd sein – manchen fehlt der Ortswechsel zwischen Zuhause und Arbeitsplatz samt dem Weg hin und zurück, viele sind allein zuhaus‘ und hätten gern Gesellschaft und soziale Kontakte, andere hingegen hocken auf engem Raum mit Partner*in und / oder Kindern und wünschten sich mehr Freiraum und Ruhe…

Damit sowohl das Zusammenleben als auch Home-Office und Home-Schooling gut klappt, ist eins besonders wichtig: einen kühlen Kopf zu bewahren!

Entspannung und Ablenkung ist also gut und wichtig in dichten Zeiten, nicht nur während Corona. Wie sie gut gelingen können, kurz, zwischendurch oder auf lange Sicht – das haben wir für dich gesammelt!

Home-Office und Home-Schooling, vielleicht sogar noch in Kombination, erfordert vor allem Organisation, Struktur und Disziplin – die Tageszeitung KURIER gibt dir Fünf nicht ganz ernst gemeinte Tipps fürs Home-Office. Und damit das ganze einen nicht in den Wahnsinn treibt, zwischendurch Entspannung.

Wie man sich am besten entspannen kann, ist aber individuell sehr unterschiedlich – während einer zur Entspannung gern malt, muss sich die Andere dafür austoben und geht am liebsten laufen. Während für manche Meditationstechniken perfekt sind, stellt es anderen allein beim Gedanken daran schon die Nackenhaare auf. Wir haben daher verschiedene Zugänge zusammengestellt, mit denen du dich gezielt entspannen kannst oder die Stress und Anspannung vorbeugen können!

Gezielt entspannen …

… mit Übungen

Wenn dir die Decke auf den Kopf fällt, du dich gestresst und genervt fühlst – dann macht’s auf jeden Fall Sinn, mit gezielten Übungen gegenzusteuern:


… mit Kindern und für Kinder

  • Wie Kinder entspannen und wie Erwachsene sie dabei unterstützen können, darüber informiert die Website des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen. Neben Anleitungen zu verschiedenen kindgerechten Übungen findest du hier auch noch grundlegende Informationen und Buchtipps.
  • Entspannungs-, Achtsamkeits- und Auflockerungsübungen für Kinder: Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger hat eine umfangreiche Broschüre zum Thema verfasst – eigentlich für Schulen, aber Schule ist ja derzeit überall… Sie steht kostenlos zum Download zur Verfügung! (PDF 9,24MB)

Stress und Anspannung vorbeugen…

… mit Kreativität

Bastelbogen Auto – fertig gebastelt!
  • Schnellzeichnen: Stell dir Wecker, Eieruhr oder Handy-Timer auf zwei Minuten und los geht’s – füll so viele Kreise, wie du schaffst! Verwende dazu die Vorlage zum Ausdrucken und loszeichnen!
  • Schnell-Assoziieren: Wieder hast du zwei Minuten – diesmal musst du Gemeinsamkeiten finden zwischen, zwischen, zwischen… Katze und Kühlschrank! Und auch dafür gibt’s eine Vorlage!
  • Basteln: Drucke dir einen Bastelbogen aus. Schneide sorgfältig aus und klebe das Haus, das Auto oder was du sonst findest, zusammen. Hier hast du den Bogen für das Auto und eine Übersicht, was es sonst noch so alles gibt.
  • Flugpost: Schreibe „Botschaften“ (mit Absender) auf Papier, falte Papierflieger daraus und wirf sie aus dem Fenster. Eine Stufe schwieriger: Mit Nachbarn eine Flugverbindung aufbauen. Wer trifft ins offene Fenster? Hier ein Beispiel für Anleitungen für Papierflieger.
  • Lieder umtexten: Suche ein ganz bekanntes Lied und schreibe einen (mehr oder weniger) neuen Text dazu. Da gibt es prominente Beispiele, zum Beispiel zu „Freude schöner Götterfunken“.
    Zum Ausprobieren: Fürstenfeld kennt jeder. Hier ist der ganze Text. Den Anfang „Wochenlang“ könnte man in den Corona-Zeiten direkt lassen. Zur Aufführung gibt es im Netz Karaoke-Versionen.

… mit Körperübungen

  • Steh zwischendurch immer wieder vom Schreibtisch auf und mach ganz kurze Bewegungsübungen. Anregungen dafür findest du in unserem Beitrag zu Sport und Bewegung!
  • Atemübungen: Atem und Stress hängen eng zusammen – sind wir gestresst, wird der Atem schneller und flacher. Dementsprechend kann man durch gezielte Atemübungen Stress reduzieren! Zum Beispiel die Atemübung 4:6 oder tiefes Seufzen – tiefes Seufzen führt zu einer tiefen, entspannten Atmung!
  • Atemübung für Kinder: Wattebausch pusten! Einfach einen Wattebausch auf den Tisch legen und ihn von einem Ende zum anderen pusten. Oder man setzt sich gegenüber und pustet gegeneinander – wer schafft es, den Wattebausch vom Tisch zu fegen?

… durch Abwechslung

  • Dies und das: Beginne zwei Arbeiten, die du abwechselnd erledigst: also 20 Minuten Blog schreiben, 20 Minuten staubsaugen, 20 Minuten Blog schreiben, 20 Minuten staubsaugen. Am besten nach dem Prinzip Kopfarbeit versus Handarbeit: Texte entwerfen und dann Wäsche aufhängen oder das Bücherregal aufräumen… Ich (Ulli) schaffe inzwischen fünf Tätigkeiten parallel! Ich (Pia) nutze Kurzpausen, um den Sauerteig fürs abendliche Brotbacken anzusetzen 🙂
  • Hier und dort: Wechsle die Räume beziehungsweise Arbeitsplätze, arbeite mal am Schreibtisch, mal am Küchentisch, mal im Liegen, im Schneidersitz am Boden, auf dem Balkon…
  • Drinnen und draußen: Und wenn möglich, wechsle zwischen geschlossenen Räumen und frischer Luft – vielleicht kannst du Telefonate während einem kurzen Spaziergang erledigen, den Schreibblock mitnehmen, um Ideen zu notieren oder einfach „aus dem Fenster nachdenken“.

… am Rechner

  • Namensdoppelgänger im Netz suchen und Kontakt aufnehmen. Da gibt es einen Maler namens Ulrich Lipp, dessen Frau ebenfalls Rosemarie heißt! 
  • Gib etwas in die Bildersuche im Internet ein und lass dich inspirieren! Ullis Beispiel war der Suchbegriff „Urlaub im Kopf“, Pia entschied sich für „Frühlingsmorgen“.

Lust auf mehr? Zu allen Beiträgen der Serie kommst du HIER!

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