Spezialseminar: EU-Politik lehren

 

EU-Kunde im gewerkschaftlichen Kontext bestens vermitteln

06.04.201 – 07.04.2017

TrainerInnen: Isabelle Ourny und Margret Steixner

EU-Politik steht auf dem Plan aller Gewerkschaftsschulen, auch in der Brak, der Sozak und bei Seminaren ist EU-Politik ein Thema. Oft hat man/frau nur einige Stunden zur Verfügung, um das Funktionieren der EU zu erläutern. Die gewerkschaftlichen Positionen sollen dabei auch nicht zu kurz kommen. 

Im Workshop haben wir uns mit Fragen befasst wie: Wieviel EU-Kunde ist nötig? Was muss ich vermitteln? Was ist überflüssig? Wie kann ich die Positionen der Gewerkschaften bestmöglich einbringen?

Unsere Lernziele:

Die TeilnehmerInnen…

  • wissen, wie sie zeitlich und inhaltlich EU-Politik und gewerkschaftliche EU-Positionen vermitteln bzw. erarbeiten können
  • können mit Diskussion und EU-Kritik in Seminaren konstruktiv umgehen
  • kennen Methoden, um EU-Politik lebendiger zu vermitteln bzw. mit der Gruppe zu erarbeiten
  • entwickeln Ideen, wie EU-Politik im gewerkschaftlichen Kontext besser verstehbar gemacht und diskutiert werden kann

Der Workshop gliederte sich in vier große Themenblöcke:

  • Inhalte und Lernziele – reflektieren und kritisch evaluieren
  • Methoden- Austausch und Kennenlernen
  • Umgang mit EU-Kritik und schwierigen Situationen
  • Weitere Vernetzung und Austausch

 

 

 1. Einstieg

Zum Einstieg gestalten die TeilnehmerInnen eine Collage, in der sich ihre Motivation für das Thema EU ausdrückt. Dabei kommen die TeilnehmerInnen in einen ersten gemeinsamen Austausch und reflektieren, warum die eigenen Einstellung zum Thema die Vermittlung beeinflusst.

2. Inhalte und Lernziele

In einem nächsten Schritt befassen wir uns mit den Inhalten, die meist in EU-Workshops vermittelt werden und realisieren, dass aufgrund der oft kurzen Zeit Prioritäten gesetzt werden müssen. Diese Frage führt uns zum Thema: „Weniger ist mehr“ und wie Reduktion gelingen kann.

3. Methoden

Ein wichtiges Element des Workshops ist das Sammeln und der Austauch über Methoden, die von den TeilnehmerInnen selbst in ihren EU-Workshops eingesetzt werden. Ziel ist es, den eigenen Werkzeugkasten zu erweitern und sich von den KollegInnen inspirieren und motivieren zu lassen. Neue Methoden einzusetzen braucht häufig nicht nur Zeit und Kreativität, sondern auch den Mut, aus gewohnten Bahnen auszubrechen. Wir reflektieren anhand der Lernpyramide nach Green, warum es Sinn macht, interaktive Methode einzusetzen und vom reinen Vortrag abzuweichen.

Der Austausch ist intensiv und macht Spass…..

Folgende Methoden wurden im Rahmen des Seminars gesammelt:

  • EU-Institutionen richtig einordnen
  • EU-Brettspiel „Europa einen – nicht spalten“
  • Die Forderungen der Gewerkschaften auf europäischer Ebene
  • Für Arbeitnehmerinteressen in Europa kämpfen
  • Einstiegsmethode EU-Institutionen
  • Die wandernde Fragekarte EU-Institutionen
  • Europäische Werte und Moral durch Sprichwörter kennenlernen

Alle diese Methoden werden mit genauer Beschreibung in nächster Zeit veröffentlicht!

4. Best Practices

Zum Abschluss des ersten Tages gibt es eine Fish-Bowl Runde zu Best-Practices mit spannenden Erkenntnissen.

5. Umgang mit Kritik und schwierigen Situationen

Wir starten den zweiten Tag mit einer Aufstellung über Umgang mit Kritik. Anhand von praxisnahen Fragen reflektieren die TeilnehmerInnen, wie sie sich selbst in solchen Trainingssituationen verhalten. Danach vertiefen wir anhand des 4-Seiten Modells von Schulz von Thun, welche (Beziehungs-, Selbstoffenbarung-, Appell) Nachrichten hinter Kritik stecken können und was dies für den Umgang mit der Kritik und den TeilnehmerInnen als Personen bedeutet. In Kleingruppen sammeln wir Situationen, die die TeilnehmerInnen in der TrainerInnenrolle selbst erlebt haben.

Die gesammelten Situationen werden zum Abschluss in Rollenspielen vertieft, geübt und durch gegenseitiges Feed-back reflektiert.

6. Vernetzung und weiterer Austausch

Nun kommen wir zu einem wichtigen Punkt des Seminars: Wie können die TeilnehmerInnen dieses Spezialseminars auch nach dem Seminar sinnvoll zusammenarbeiten, sich gegenseitig Materialien zur Verfügung stellen und sich austauschen. In einem World-Café sammeln wir, wie die konkreten nächsten Schritte aussehen sollen.

7. Konkrete Schritte

Ein Seminar mit konkreten nächsten Schritten zu beenden, ist für alle ein Genuss. Die TeilnehmerInnen einigen sich darauf, dass sie den Refak-Blog zum Austausch von Methoden und Materialien nützen wollen.

Interesse oder Beiträge zum Teilen? Dann melde dich bei Isabelle Ourny: isabelle.ourny@oegb.at

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