Seminardokumentation: Toolbox B

1_WillkommenToolbox B | 14.-16. April 2015

TrainerInnen: Florian Reiter & Nicola Sekler

Ziele
Die TeilnehmerInnen…
… können eigenverantwortlich Workshops und Seminare planen und kennen die Stärken und Grenzen ihrer Leitungspersönlichkeit
… können Lernprozesse in Gruppen strukturieren (Erwartungen und Bedürfnisse erfragen und klären, Ziele definieren, Themen finden und bearbeiten, Entscheidungen begleiten, reflektieren, …)
… erweitern ihre Methodenkompetenz sowie Kommunikations- und Moderationstechniken

Inhalte5_Inhalte ToolboxB

  • Ankommen + Rückblick Toolbox A + Ausblick Toolbox B
  • Feedback + Diskussion der Feinplanungen (Projekte zwischen Toolbox A und B)
  • Statusübungen (Improvisationstheater)
  • Meine Aufgaben und Zuständigkeiten als Leitung, Teamuhr
  • Inputs zu Kommunikation, Feedbackregeln und Beobachten
  • Probeleiten + ausführliche Reflexion
  • Transfer

Ankommen, Rück- und Ausblick

… Wiedersehen nach einem Monat: Wir machen eine erste Runde mithilfe von Karten und den Fragen: Wie geht es mir? Warum habe ich diese Karte gewählt? Welche Erwartungen bringe ich mit?
… Rückblick auf die Toolbox A und Klärung von offenen Fragen: Die TeilnehmerInnen werden gebeten, paarweise durch die „Ausstellung“ zu gehen, alles noch einmal Revue passieren zu lassen und offene Fragen zu sammeln. Als Material steht ihnen zur Verfügung: Die Wichtigsten Flipcharts und Übersichten auf Pinnwänden sowie 5 iPads zum Lesen der Dokumentation der Toolbox A hier am Blog.

Feedback + Diskussion der Feinplanungen
7_designfeedbackEin wichtiger Schwerpunkt in der Toolbox ist die Arbeit an konkreten Seminarplanungen und -designs, in Gruppen und einzeln. Zwischen der Toolbox A und der Toolbox B müssen alle TeilnehmerInnen, auch wieder in Gruppen oder einzeln, die Feinplanung von 1-2 Einheiten ausarbeiten und abgeben. D.h. neben den Zielen der 
der einzelnen Blöcke konkrete Methoden überlegen, wie diese Ziele am besten umzusetzen sind, inklusive Zeitangabe und Verantwortlichkeiten. Das geschieht am besten mit einer Übersicht wie dieser Designvorlage_Toolbox oder
Designvorlage.
Die von den TeilnehmerInnen ausgearbeiteten Designs haben wir zuerst paarweise und dann im Plenum gefeedbackt.

Statusübungen8_statusübungen
… kommen ursprünglich aus dem Bereich des Improvisationstheaters und dienen einerseits dazu, ins Tun und Umsetzen vor der Gruppe zu kommen. Andererseits lässt sich mit den ganz einfachen Übungen gut reflektieren, wie Mimik, Gestik, Stimme und Auftreten im „Publikum“ und bei den BeobachterInnen ankommen.
Wir haben „Betreten der Bühne“ und die Statuswippe im Seminar ausprobiert.

9_leiten-arbeitsauftragMeine Aufgaben und Zuständigkeiten als Leitung
Ziel dieser ersten Sammlung war es, vor dem Hintergrund von sehr unterschiedlichen Bildungsformaten, die wir in der Toolbox A gesammelt hatten und die in den Projekten umgesetzt werden/wurden, Rahmenbedingungen und gesetzten Zielen zu überlegen, was dann jeweils die Rolle als Moderatorin, Leiterin, Referentin usw. ist. Dies ist ein wichtiger Klärungsprozess bei jeder Veranstaltung, denn die Zuständigkeiten können sehr 10_was macht eine gute leitung ausunterschiedlich sein und auch variieren, je nach dem, ob in Teams oder alleine gearbeitet wird. Und: je klarer den TeilnehmerInnen auch vermittelt wird, z.B. zu Beginn bei der Vorstellung oder aber bei der Vorstellung der Arbeitsweise, desto einfacher die Positionierung bei Anforderungen aus der Gruppe, die 11_teamuhrnicht Inhalt und Zuständigkeit von Euch als ModeratorInnen, TrainerInnen, ReferentInnen usw. sind. Hilfreich für die Aufgaben von LeiterInnen in den einzelnen Phasen eines Seminars und einer Gruppe ist dafür die Teamuhr. Weiterlesen könnt ihr hier.

 

Inputs zu Kommunikation, Feedbackregeln und Beobachten

Als Grundlage für das Probeleiten und die anschließenden Feedbacks gab es einen Input zu Kommunikation (SenderIn/Empfängerin; 4 Seiten einer Nachricht oder 4 Ohren) und ein gemeinsames Sammeln der Feedbackregeln, die beim Probeleiten beachtet werden sollten. Eine Kleingruppe hat zudem eine Checkliste für die Beobachterinnen zusammengestellt.

Probeleiten16_ablauf probeleiten
Insgesamt gab es 8 „Probeleitungen“, die immer nach dem gleichen Schema abliefen: Die (jetzt zuständige) TrainerIn  hat allen kurz erklärt, in welchem Setting sie sich befinden: Dauer des Seminars 22_vorstellen-aber wieinsgesamt, Ziel, Zielgruppe, wo befinden wir uns nun konkret in dieser Situation. 1-2 TeilnehmerInnen der Toolbox waren zusammen mit den TrainerInnen der Toolbox Beobachterinnen. Nach der geleiteten Sequenz hatten alle die Möglichkeit, aus ihrer Sicht Feedback zu geben. Am dritten Tag gab es dann noch eine Extra-Runde zum Thema „Wie stelle ich mich vor“ bzw. „Wie bereite ich mich gut auf die Vorstellung vor“.

Transfer
Ziel von Transfermethoden ist es, den Bezug zum Arbeitsalltag herzustellen. Ganz wichtig ist dies am Ende des Seminars, hier haben die TeilnehmerInnen einen „Brief an mich selbst“ verfasst (siehe auch #mm). Allerdings bietet es sich auch zwischendurch an, Reflexionsschleifen einzuziehen, die das Gelernte, Gesehene, Erfahrene, Beobachtete verarbeiten. Mithilfe von Methoden werden die TeilnehmerInnen dazu angeregt, das Geschehene Revue passieren zu lassen und gleichzeitig einen Bezug zu sich selbst und ihrer eigenen TrainerInnenpraxis herzustellen. In der Toolbox B haben wir das so umgesetzt: a) Im Block Probeleiten haben wir einmal zwischendrin die bisherigen Erkenntnisse gesammelt und einmal die Situationen, die die TeilnehmerInnen als Leitung als besonders herausfordernd erleben/sich vorstellen. b) Am Ende des 2. Tages haben wir – bei schönem Wetter 😉 – Talking by Walking gemacht, ein Spaziergang paarweise.

 

Materialien
Hier nochmals alle Materialien der Toolbox A und B auf einen Blick:
#mm: MethodenMittwoch: Methoden der gewerkschaftlichen Erwachsenenbildung beispielhaft und praxisbezogen beschrieben
Vorlagen Seminarplanung: Toolbox , REFAK-Seminarplanungsvorlage
Link- und Literaturliste
Checkliste „Rahmenbedingungen/Setting“ hier
Gruppenphasen + Aufgaben als LeiterIn

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