#mm: PartnerInneninterview

icon_#mmZiel
**vorstellen, kennenlernen und gleichzeitig Austausch anregen
**Einstieg ins Gruppensetting erleichtern, Anonymität aufbrechen

Kurzbeschreibung
Die TeilnehmerInnen finden sich zu Paaren zusammen und interviewen sich gegenseitig zu ihrem biografischen, beruflichen, politischen, etc. Hintergrund, ihrer Verbindung zum Thema, ihren Erwartungen ans Seminars, den ihrer Meinung nach wichtigsten Aspekte/drängendsten Fragen zum Thema usw. Im Anschluss daran fasst der/die jeweils andere mündlich im Plenum die wichtigsten Punkte zusammen.
Achtung: Hier ist immer die Gefahr, dass das Interview zu detailliert erzählt wird. Eine Möglichkeit, dies zu vermeiden: den Bericht im Plenum fokussieren auf Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Überraschungen, usw.

Einsatz
Das PartnerInneninterview benötigt Zeit und sollte nur dann eingesetzt werden, wenn diese Zeit auch da ist und der dadurch initiierte Austausch wirklich für das Gesamtziel des Seminars/der Veranstaltung förderlich ist. Je nach Ziel und Schwerpunktsetzung kann der Bezug zum Seminarthema stärker oder weniger stark sein:

  • Schwerpunkt Kennenlernen: Zum Beispiel als Einstieg in ein Seminar, in dem gruppendynamische Prozesse wichtig sind und selbst zum Thema gemacht werden. Hier kann ein ausführliches, auch persönliches Kennenlernen von Vorteil sein. Fragen könnten hier rund um den biografischen und beruflichen Hintergrund (Namen, Herkunft, Beruf/Arbeit, Alter, …), Interessen, aber auch zu Erwartungen, Ängsten auf das Seminar bezogen gestellt werden.
  • Thematische Aktivierung: Ein Schwerpunkt auf thematische Fragen ist sinnvoll, wenn ein Austausch von Ideen und Erfahrungen im Vordergrund der Veranstaltung steht. Fragen wären dann persönliche oder berufliche Verbindungen zum Thema, einem bestimmten Begriff/Aspekt, der für sie wichtig ist, usw.

Planungsdetails
Dauer: Diese Art der Vorstellungs- oder Kennenlernrunde benötigt genügend Zeit: zunächst für die Interviewphase ca. 20min (10min pro „Interview“) und dann für die Zusammenfassung im Plenum. Tipp: Vorher ankündigen, wie lange der Bericht im Plenum sein soll, damit sich die TeilnehmerInnen gleich während des Interviews darauf einstellen, dass sie nicht alles berichten können.
Material: Am besten die Fragen irgendwo auf einem Flipchart deutlich notieren, damit sie für alle sichtbar sind.

Varianten
Lügen-Portrait: Bei der Vorstellung des/der anderen wird eine Lüge eingebaut und die Gruppe muss erraten, welche der Eigenschaften die erfundene ist. Diese Variante bietet sich an, wenn sich die Gruppe schon ein wenig kennt.

Tipps und Tricks

  • Paarfindung: Am besten ist es, die TeilnehmerInnen aufzufordern, dass sie sich eine/n PartnerIn suchen, die/den sie noch nicht kennen
  • Nach der Hälfte der Zeit den TeilnehmerInnen den Wechsel ansagen
  • Neben normalen Fragen können auch aktivierendere Formulierungen verwendet werden wie: „Stell Dir vor XX“; „Was wäre, wenn XX“; „Mein erster Gedanke zum Thema XX ist YY“; „Am Ende des Seminars will ich XX“.

 

Autorin: Nicola Sekler

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