#mm: Methoden zur Gruppeneinteilung

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**Gruppeneinteilung für Kleingruppenarbeit

Kurzbeschreibung
Zur Vorbereitung einer Gruppenarbeit gehören auch Überlegungen dazu, wie die Arbeitsgruppen zusammengesetzt sein sollen und wie sich die TeilnehmerInnen in die Gruppen aufteilen. Im Zentrum steht hier die Überlegung, ob bestimmte Rahmenbedingungen für die Zusammensetzung der Gruppen notwendig sind, um das Ziel der Gruppenarbeit (#mm) zu erreichen. Steht das Gruppenergebnis im Vordergrund oder der Austausch- bzw. Arbeitsprozess? Sollen deshalb die Gruppenmitglieder möglichst bunt zusammengewürfelt sein? Sollen sie ähnlich sein und wenn ja, in welcher Hinsicht? Welche Kriterien oder Auflagen sind sinnvoll für die Gruppeneinteilung?
Grundsätzlich gibt es zwei unterschiedliche Zugänge:
1. Die Gruppen finden sich frei und nach Personen- oder Inhaltsinteresse („Interessensgruppen“). Insbesondere, wenn thematisch arbeitsteilig vorgegangen wird, bietet es sich an, die TeilnehmerInnen selbst entscheiden zu lassen, welches Thema sie gerne bearbeiten würden. Der Vorteil ist eine hohe Selbstbestimmtheit und damit einhergehend hohe Motivation der TeilnehmerInnen für das gewählte Thema.
2. Die TeilnehmerInnen einer Gruppe werden zufällig bestimmt. Ziel wäre beispielsweise, festgefahrene Beziehungsstrukturen in der Gesamtgruppe aufzulösen.
Eine spezielle Variante ist, dass das Seminar sich grundsätzlich schon an Teams oder Tandems richtet und teilweise, z. B. beim konkreten Praxistransfer, die Team-Konstellation der Einteilungsfaktor ist.

Methodische Unterstützung bei Interessensgruppen

  • Die Aufgaben gut sichtbar an eine Pinnwand oder auf einem Flipchart notieren. Die TeilnehmerInnen erhalten je eine Karte oder ein Post-it, schreiben ihren Namen darauf und markieren anschließend damit ihr bevorzugtes Themengebiet. Um sicherzustellen, dass sich die TeilnehmerInnen nach Thema und nicht nach Personen entscheiden, können sie gebeten werden, neben dem Namen auch das Thema zu notieren und dann erst anzupinnen.
  • Die freie Wahl kann mit Blick auf das Ziel der Gruppenarbeit zusätzlich mit Kriterien oder Auflagen versehen werden: z. B. gemischtgeschlechtlich; Personen aus unterschiedlichen/gleichen Regionen, Organisationen, Betrieben, Branchen, Funktionen, Positionen; TeilnehmerInnen, die nicht bekannt oder bekannt sind, usw.

Zufällige Zuteilung

  • Puzzle aus in so viele Teile wie Kleingruppenmitglieder zerschnittenen Postkarten, Bildern, Postern, Karten oder Zitaten/Sprichwörter – am besten zum Thema passend – oder Papier in unterschiedlicher Farbe, Design, Beschaffenheit austeilen und PartnerInnen finden lassen
  • verschiedenfarbige Klebepunkte vor Seminarbeginn unter die Sessel oder in die Seminarunterlagen kleben
  • kleine Döschen (z. B. Filmdosen) mit unterschiedlichen Materialien füllen wie Linsen, Steine, Federn usw.; über die unterschiedlichen Geräusche beim Schütteln der Dosen finden sich die Gruppen
  • Vorbereiten von Losen mit berühmten Paaren, mehreren ähnlichen Begriffen, Gegensätzen, Gruppennamen, Themen usw.
  • abzählen nach Anzahl der Kleingruppen
  • Aufstellung (#mm) nach gleichen Eigenschaften, Merkmalen, Vorlieben, usw.

 

Autorin: Nicola Sekler

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