#dido_01 – Drei digitale Quiz-Tools 2016

dido_logo Im ersten #dido – dem Digitalen Donnerstag – dreht sich alles um’s gepflegte „quizzen“. In der Weiterbildung etablieren sich immer mehr digitale Quiz-Tools. In diesem #dido stellen wir euch unsere drei Favoriten für 2016 vor und wie wir sie am liebsten einsetzen.

 

3 Quiz Tools

Warum überhaupt digitale Quiz-Tools?

Kurz gesagt: Es bringt Energie und macht wenig Arbeit. Das ganze Rundherum an Design, Funktionen und Auswertung der Antworten erledigen die Tools selbständig. Wir können uns deshalb ganz auf das Wesentliche konzentrieren, nämlich darauf, die richtigen Fragen zu stellen. Die Bedienung der Tools ist selbsterklärend. Selbst das Erstellen eines Quiz, live im Training, mit TeilnehmerInnen ist kein Problem.

So funktioniert’s:

Das Quiz wird online erstellt, ganz ohne App oder Software. Stattdessen braucht ihr einen Account. Dieser ist bei allen drei vorgestellten Quiz-Tools übrigens kostenlos. Startet ihr das fertige Quiz, erscheint auf dem Bildschirm ein Game-PIN. Mit diesem PIN können sich TeilnehmerInnen anmelden. Die Fragen beantworten sie dann direkt via Smartphone, Tablet oder PC. Einzige Voraussetzung: Die Geräte sind mit dem Internet verbunden.

Die drei Quiz-Tools:

Kahoot

kahoot_logo_purpleKahoot ist vermutlich eines der bekanntesten Quiz-Tools. Schon über 10 Millionen Kahoots sind weltweit im Einsatz. Bei Kahoot werden Fragen und Antworten auf dem Beamer angezeigt. Alle TeilnehmerInnen quizzen zeitgleich, einzeln oder in Teams via Smartphone. Es gibt maximal vier Antwortmöglichkeiten. Die Antwortzeit ist begrenzt. Wer am schnellsten richtig antwortet, bekommt die meisten Punkte. Durch das Zeitlimit und die Punkte entsteht schnell ein Wettkampf um die ersten Plätze. Das bringt Energie in die Gruppe. Jede Frage kann mit einem Foto oder Youtube Video hinterlegt werden. Inzwischen gibt es eine riesige Auswahl an frei verfügbaren Kahoots. Beim Erstellen entscheidet man, ob das Quiz „öffentlich“ ist oder „privat“ genutzt wird. Mit Kahoot lassen sich außerdem Umfragen und Diskussionen durchführen.

Dafür nutzen wir Kahoot:

  • Wissen ankern – Ein Kahoot zu den Inhalten des Tages, als Wiedereinstieg nach der Mittagspause oder als lockerer Start für den zweiten Tag.
  • Neue Themen starten – TeilnehmerInnen ohne Vorwissen lernen während des Kahoots Neues und werden neugierig auf mehr. Dafür gibt es inzwischen sogar einen eigenen Begriff, nämlich „Blind-Kahoot“.
  • Lernen durch Lehren – TeilnehmerInnen gestalten selbst Kahoots.
  • Energizer – Witzige themenfremde Kahoots aus dem Fundus nutzen.

Dafür passt es nicht:

  • Wissensstand aller TeilnehmerInnen überprüfen – Es gibt keine Reports, also keinen Überblick, wer welche Antwort abgegeben hat.
  • Komplexe Fragen / Antworten – Die Antworten sind auf 60 Zeichen begrenzt.
  • Lernen im eigenem Tempo – Alle TeilnehmerInnen quizzen zeitgleich mit Zeitlimit.

Kosten: kostenlos

Einfach mal ausprobieren:
Unter diesem Link findet ihr ein „Blind-Kahoot“ zu Kuriositäten, die Internet und Digitalisierung mit sich bringen. Viel Spaß dabei!

 

Quizizz

quizizzBei Quizizz sind, wie bei Kahoot, nur Multiple Choice Fragen verfügbar. Es gibt aber einen großen Unterschied: Die Fragen werden nicht gemeinsam beantwortet. Jeder und jede TeilnehmerIn bekommt die Frage und alle Antwortmöglichkeiten auf ihrem Smartphone angezeigt und kann sie dort im eigenen Tempo bearbeiten. Wahlweise können Zeitlimits gesetzt und Punkte vergeben werden. Im „homework“ Modus kann das Quiz in einem Zeitraum von mehreren Tagen absolviert werden. Das ist interessant, wenn man TeilnehmerInnen vor oder nach dem Training ein Quiz zur Verfügung stellen möchte. Ganz charakteristisch für Quizizz sind die witzigen Memes nach jeder Frage. Für alle, die keine Memes kennen, weiter unten seht ihr einige. Die Memes lassen sich auch anpassen oder sogar durch eigene ersetzen. Wer keine Memes mag, kann diese Funktion aber auch deaktivieren. Auch bei Quizizz hat man die Möglichkeit das Quiz öffentlich zu zeigen oder „privat“ zu quizzen.

Dafür nutzen wir Quizizz:

  • Lernen ohne Zeitdruck –TeilnehmerInnen können die Fragen in ihrem Tempo beantworten.
  • Wissenslücken beheben – Nach jedem Quiz gibt es sogenannte „Reports“. Dort sind alle Antworten aufgelistet. Wissenslücken lassen sich so schnell erkennen.
  • Lernen durch Lehren – TeilnehmerInnn machen Quizze für TeilnehmerInnen. Besonders viel Energie kommt auf, wenn sie dazu ihre eigenen Memes gestalten.
  • Vor- und Nachbereitung von Trainings – TeilnehmerInnen ein Quiz schicken. Dafür eignet sich der „homework“ Modus. In diesem Modus wird eingestellt, wie viele Tage das Quiz verfügbar ist.

Dafür passt es nicht:

  • Kein Energiebringer – Jede/r beantwortet die Fragen individuell auf dem eigenen Device, also konzentrietes Lernen statt „Eventquizzen“.

Kosten: kostenlos

 

Socrative

socrative_logoAnders als bei Kahoot und Quizizz gibt es bei Socrative keinen Game-PIN pro Quiz. Vielmehr dient der PIN den TeilnehmerInnen als Zugang zu einem sogenannten „Classroom“. In diesen „Classroom“ kann man Quizfragen stellen. Das können einzelne Fragen oder eine ganze Quiz-Reihe sein. Zur Auswahl stehen Multiple Choice, „True or False“ oder Fragen mit Freitextfeld. Es gibt kein zeitliches Limit. Alle TeilnehmerInnen können die Fragen individuell durchlaufen. Fragen können auch übersprungen werden. Wer mehr Wettbewerb möchte, kann den Quiz-Modus „Space Race“ nutzen. Dort treten die TeilnehmerInnen mit ihrem Wissen gegeneinander an.

Dafür nutzen wir Socrative:

  • Schneller Wissenscheck – Einzelne Fragen stellen, die jede/r auf dem eigenen Gerät beantwortet. So wird schnell sichtbar, wo es noch Wissenslücken gibt.
  • Freitext Antworten – Manchmal ist es besser, wenn TeilnehmerInnen selbst die Antworten eintippen.
  • Komplexe Fragen/Antworten – Auch lange Fragen und Antworten sind möglich.
  • Prüfungsvorbereitung – Mit Reports kann man direkt an Wissenslücken arbeiten.

 Dafür passt es nicht:

  • Kein Energiebringer – Jede/r beantwortet die Fragen individuell auf dem eigenen Gerät.

 Kosten: Basis-Version kostenlos / die Pro-Version kostet 49$ pro Jahr

Euer Kommentar

Habt Ihr Fragen zu den Tools? Welche Quiz-Tools habt ihr bereits benutzt? Schreibt eurere Kommentare und Fragen zum ersten #dido in die Kommentarleiste!

Und wer noch nicht genug hat:
> Hier der Link zum ersten, ja zum „Ur-#dido“:  dido_00 – Der DIDO startet!

Autor: Michael Ziereis

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Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

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