
Hallo, wir sind Irene und Stefan. Wir arbeiten in der Erwachsenenbildung – mit Herz, Hirn und jetzt auch mit KI. Seit einiger Zeit experimentieren wir mit Künstlicher Intelligenz in Workshops und bei der Planung und Dokumentation von Bildungsangeboten. Was kann KI? Wo hilft sie wirklich? Und wo bleibt sie hinter unseren Erwartungen zurück? Darum geht es in #kidi – unserer neuen Blogserie zur Künstlichen Intelligenz in der gewerkschaftlichen Erwachsenenbildung.
Lust auf ein erstes Experiment?
Öffne ein KI-Tool wie ChatGPT oder Perplexity und frage:
„Gib mir 5 kreative Aktivatoren für eine Einstiegssequenz nach der Mittagspause.“
Schau dir die Vorschläge an: Was davon würdest du sofort übernehmen? Was müsstest du anpassen? Wo sind die Vorschläge unbrauchbar?
Diese Antworten haben wir auf die Frage erhalten:
KI kann viel – aber nicht alles
Bevor wir tiefer einsteigen: Warum sollten wir uns überhaupt mit KI beschäftigen?
Ganz einfach: KI verändert rapide, wie wir uns Wissen aneignen und vermitteln.
KI kann blitzschnell Texte zusammenfassen, Ideen für Seminare liefern oder ein interaktives Quiz generieren. Aber sie kennt deine Gruppe nicht. Sie spürt nicht, wenn Teilnehmende abschalten. Sie hat keine Intuition dafür, wann eine Diskussion kippt oder welche Dynamik in einem Seminar gerade entsteht.
Während viele Tools Effizienz versprechen, haben wir in der gewerkschaftlichen Bildung andere Prioritäten: kritisches Denken fördern, Mitbestimmung stärken und politisches Bewusstsein schärfen. Das bedeutet: KI kann uns Arbeit abnehmen, aber nicht das Denken. Sie kann Ideen liefern, aber nicht den kreativen Feinschliff ersetzen. Sie kann Antworten geben, aber nicht wissen, welche Frage die richtige ist.
Mit #kidi erkunden wir diesen Wandel und zeigen praktische Wege, wie du KI sinnvoll und zugleich kritisch in deinen Seminaren einsetzen kannst.
Was wir vorhaben
Jeden Monat nehmen wir ein neues Thema unter die Lupe: Welche KI-Tools bringen echten Mehrwert? Wo sind sie nur Spielerei? Wo kann KI unsere Arbeit erleichtern und wo braucht es definitiv menschliches Gespür?

Visualisierung mit dem KI-Tool napkin.ai
- Neue Formate erkunden: KI-Tools für interaktive, dialogische und partizipative Lernformate ausprobieren (z. B. Quiz erstellen, Szenarien für Rollenspiele entwickeln).
- Kritisch hinterfragen: Welche Vorurteile stecken in der KI? Wo gibt es ethische Fallstricke?
- KI-Tools testen: Welche unterstützen deine Arbeit? Bei der Planung und Vorbereitung von Seminaren, der Dokumentation und direkt im Unterricht?
- Methoden ausprobieren: Wie kann KI kreative Prozesse bereichern? Wir ermutigen dich, KI in deinen Seminaren auszuprobieren und kritisch zu reflektieren – am besten gemeinsam mit deinen Teilnehmer:innen.
In den nächsten drei Beiträgen werfen wir einen Blick auf Mythen und Fakten rund um KI, ethische Fragen in der Bildung und konkrete Methoden für deine Seminare.
Und du? Nutzt du bereits KI?
Stimme ab und sag uns, welche Rolle KI in deiner Bildungsarbeit spielt:
💬 Schreib uns gerne deine Erfahrungen, Fragen oder Zweifel zum Einsatz von KI in der Erwachsenenbildung in die Kommentare. Wir freuen uns auf den Austausch!
Autor:innen: Irene Steindl und Stefan Fersterer
Zum Weiterlesen
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Volltext der Lizenz
Ja ich nutze KI, einerseits um mal erste Ideen zu generieren, und dann wenn ich weiß was genau ich machen möchte, um das Handout zu schreiben. Aber ohne eigene Einschätzung geht natürlich gar nix, ich diskutiere auch immer mit der KI, was mir gefällt an den Vorschlägen und was ich für gar nicht passend finde. Und vor Ort ist dann sowieso nochmal alles ganz anders…