Mit künstlicher Intelligenz Seminare entwickeln
KI in der Seminarvorbereitung. Damit beschäftigten sich von 18. – 20. März 2026 die Trainerinnen mit Christina Mossböck und Regina Czurda 13 Seminarteilnehmer:innen.
Ziele des Seminars waren es, Grundbegriffe, Prompt Engineering, den AI Act sowie Chancen und Risiken von KI kennenzulernen und dieses Wissen in den eigenen Bildungsveranstaltungen einzusetzen. Dieses Jahr wurden eigene Seminare, Überarbeitungen eigener Bildungsprojekte oder auch Informationsveranstaltungen für verschiedene Zielgruppen als Praxisbeispiele genutzt. Daneben wurden viele KI-Tools beschrieben und Erfahrungen untereinander geteilt.
Alle Teilnehmer:innen konnten neues Wissen und Können in ihre Arbeit mitnehmen.

Tag 1
Am ersten Tag wurden Erwartungen und Anliegen der 13 Teilnehmer:innen gesammelt und der Ablauf besprochen. Spannend war für die zwei Trainerinnen, dass das Vorwissen sich zum vorherigen Jahr massiv gesteigert hatte. Viele der Teilnehmenden hatten schon eigene Erfahrungen und ChatGPT war für alle ein Tool, welches bereits teilweise in die Arbeit, aber vor allem im Privaten, schon regelmäßig genutzt wurde.

Nach Abklärung von Begriffen wie KI, neuronales Netz, BIAS, Halluzinationen und mehr wurden die Vorgaben aus dem AI Act der EU geklärt.
Tag 2
Hoch motiviert starteten die Teilnehmenden in den zweiten Tag. Gleich zu Anfang wurde das Thema Prompt Engineering beleuchtet und ein Rollen Prompt für die Seminarvorbereitung wurde entwickelt. Als Vorlage gab es ein Beispiel, mit dessen Hilfe erste gute Ergebnisse erzielt wurden. Auch die Entwicklung von Personas wurde interessiert aufgenommen. Mit deren Hilfe kann das eigene Seminar optimal auf eine Zielgruppe vorbereitet und immer genutzt werden.

Nachmittags widmete sich die Gruppe ethischen Fragen.
Frage 1: Eine KI basiert auf Daten aus der Vergangenheit. Wie verhindern wir, dass wir durch die Nutzung von KI alte gesellschaftliche Vorurteile (z.B. bei Bewerbungsprozessen) automatisieren und verfestigen?
Frage 2: Ist es ethisch vertretbar, für triviale Aufgaben (z.B. eine lustige E-Mail schreiben) eine Technologie zu nutzen, die enorme Mengen an Wasser und Strom verbraucht?
Frage 3: Sollten wir bestimmte kognitive Fähigkeiten (wie das Schreiben von Aufsätzen oder das Programmieren einfacher Codes) bewusst als ‚veraltet‘ aufgeben, so wie wir das Kopfrechnen dem Taschenrechner überlassen haben?

Spannende Diskussionen wurden geführt und hinter die Fassade von KI Tools geschaut. Achtsamkeit und ein kritischer Blick im Umgang mit KI sind, genauso wie die Beherrschung eines KI Tools, notwendig.
Tag 3
An Tag drei wurden noch offene Fragen der Gruppe bearbeitet sowie die Wege zur Integration von KI-Tools in das (Arbeits-)Leben der beiden Trainerinnen vorgestellt. Ebenso wurden Einstellungsmöglichkeiten von KI-Tools wie ChatGPT oder gemini besprochen. Die Teilnehmenden konnten danach noch an ihren eigenen Projekten weiter bearbeiten.

Wir danken allen Teilnehmenden für den intensiven Austausch und die konstruktive Zusammenarbeit während des Seminars. Die Potenziale der Künstlichen Intelligenz sind enorm, doch ihre wahre Stärke entfaltet sie erst durch eure Expertise. Viel Erfolg bei der Planung weiterer Seminare oder Informationsveranstaltungen!
Wir wünschen allen Teilnehmenden, dass sie sich dabei von der KI unterstützen lassen, aber dass sie als menschliche Instanz immer das prüfende Gewissen bleiben.
Trainerinnen: Christina Mossböck und Regina Czurda
Tipp der REFAK
Das Seminar „KI Wie? Mit künstlicher Intelligenz Seminare entwickeln“ wird aufgrund der hohen Nachfrage dieses Jahr nochmal angeboten, eine Anmeldung dafür ist hier noch möglich.

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