Drei Tage, unzählige Stifte und eine Menge Aha-Momente: Vom 12. bis 14. Oktober 2026 fand bei der REFAK wieder unser beliebter Seminar-Klassiker „Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte“ statt. Gemeinsam mit den Teilnehmer:innen tauchten Lana Lauren und Ralf Appelt in die Welt der visuellen Kommunikation ein – live, kreativ und mit vollem Körpereinsatz am Flipchart.
Ob Gestaltgesetze, treffsichere Icon-Bibliotheken oder verblüffend einfache Vorlagen: Schon nach den ersten Übungen wandelte sich die anfängliche Zurückhaltung in echte Begeisterung und treffsichere Visualisierungen.
Mit Lachen die Scheu verlieren: Blinde Portraits zum Start
Der beste Weg, die Angst vor dem leeren Blatt zu nehmen? Gar nicht erst hinschauen! Zum Auftakt zeichneten die Teilnehmer:innen gegenseitig blinde Portraits – ein absoluter Dauerbrenner, der nicht nur für heitere Stimmung sorgte, sondern auch dem hartnäckigen Mythos „Ich kann aber nicht zeichnen!“ sofort den Wind aus den Segeln nahm.
Die entstandenen Kunstwerke dienten direkt als kreative Visitenkarte zur Vorstellungsrunde, bei der auch die individuellen Erwartungen gesammelt und – wie es sich gehört – direkt visuell am Flipchart festgehalten wurden.
Fundament & Handschrift: Warum Struktur und Lesbarkeit alles sind
Im ersten Theorieteil legte Ralf die Grundlagen frei: Warum verarbeitet unser Gehirn Bilder so viel schneller als reinen Text? Welche Gestaltgesetze helfen dabei, Botschaften auf den Punkt zu bringen?
Im Anschluss ging es an ein oft unterschätztes Element: die eigene Schrift auf dem Flipchart. Unter Anleitung von Lana probierte die Gruppe verschiedene Techniken aus, um leserlicher, prägnanter und schöner zu schreiben – inklusive eines einfachen Tricks für einen selbstgemachten Linienspiegel. Das Fazit nach intensiven Schreibübungen: Eine eindrucksvolle Flipchart-Schrift ist keine Frage des Talents, sondern reine Technik.
Visuelles Alphabet, Banner & der Blick ins Zeichenkästchen
Wer vier Grundformen zeichnen kann, kann fast alles zeichnen! Über das visuelle Alphabet baute die Gruppe Schritt für Schritt ein praxistaugliches Symbol-Vokabular auf (mehr Inspiration dazu gibt es auch in unserem #visdo: „Symbole zeichnen leicht gemacht“).
Für den perfekten Rahmen sorgten anschließend Übungen zu Bannern, Schatten und Containern, die Texten Struktur und Tiefe verleihen. Zudem gab es handfeste Materialtipps direkt aus der Praxis:
- Welcher Stift eignet sich für welche Fläche?
- Warum gehört ein Druckbleistift mit bunter Mine in jedes Moderationskoffer-Setup?
- Und wie retten Korrekturroller und weißer Heftfaden verzeichnete Flipcharts?
Blitzschnelle Vorlagen & nachhaltige Praxis
Zum Abschluss drehte sich alles um Templates und Layouts. Im Fokus standen Motive, die sich in Sekundenschnelle – etwa kurz vor Seminarbeginn oder spontan in der Kaffeepause – aufs Papier zaubern lassen und Workshops strukturiert begleiten.
Durch die vielen praktischen Sequenzen konnten die Teilnehmer:innen das Gelernte direkt ausprobieren und verankern. Die Gruppe verabschiedete sich mit einem prall gefüllten visuellen Werkzeugkoffer, der nun im Arbeitsalltag zum Einsatz kommt.
Lust auf mehr Visuelles?
Du möchtest einen genauen Einblick in die entstandenen Werke werfen? Dann lade dir direkt unser Flipchart-Protokoll herunter (Link siehe unten).
Oder möchtest du beim nächsten Mal selbst den Stift in die Hand nehmen? Wir freuen uns schon jetzt auf die nächsten Runden von „Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte“!
Trainer:innen: Lana Lauren und Ralf Appelt
Du willst deine Flipchart-Skills noch heute verbessern?

Wenn Dir dieser Beitrag gefallen hat, solltest Du unbedingt mal bei unserer Artikelserie zum visuellen Donnerstag (#visdo) vorbeischauen. Dort findest Du eine ganze Sammlung an Impulsen für die Gestaltung von Flipcharts im speziellen sowie allgemein für das Erstellen von visuellen Inhalten.
Aktuelle #visdo-Beiträge
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