Barcamp, Bootcamp, Educamp, Makeathon, Hackathon, Scrum, RTSC, Open Space, Weltcafé, Design Thinking, Communities of Practice, Zukunftswerkstatt, Zukunftskonferenz – schon mal gehört und dich vielleicht gefragt: „Was soll das (schon wieder)?…“, „Hauptsache ein fancy Namen (Augen verdreh)…“, „Jetzt kenn ich mich nicht mehr aus: Ist das jetzt alles dasselbe oder wie?…“, „Braucht die Welt das wirklich?…“ – Wir finden wie immer: Schauen wir uns es doch an und nehmen wir, was uns taugt 😉.
Deshalb: eine #mm-Mini-Serie zum Thema „Frameworks & Großformate“!
Ein kurzer Überblick…
Was ist eigentlich ein Großformat oder ein „Framework“ im Bereich Erwachsenenbildung? Wo kommt das vor und warum sollte ich das kennen? Hat das immer mit großen Gruppen zu tun? Was ist der Unterschied zu einer Methode?
Das macht ein Großformat besonders:
- es strukturiert einen gesamten Lern- oder Workshopprozess
- innerhalb eines Großformats werden mehrere Methoden kombiniert
- es kann 90 Minuten bis mehrere Tage dauern
- es ist partizipativ/interaktiv gestaltet und verfolgt oft auch einen experimentellen Ansatz – gemeinsam forschen, entdecken, ausprobieren – und einige davon sind explizite Gegenspieler zu frontal gestalteten Konferenzen
- es hat eine sehr klar vorgegebene Struktur: klare Ziele und Vorstellungen von den Ergebnissen, die am Ende stehen sollten; eine Zeitstruktur in mehreren Phasen und klar definierte Rollen und Zuständigkeiten
- innerhalb dieses Rahmens herrscht (ungewohnt) viel Freiheit, Kreativität und Interaktion
Das Um und Auf bei Großformaten…
- Vorbereitung: eine gute Abstimmung & Vorbereitung zwischen Veranstalter:innen, Moderation & anderen involvierten Akteuren, um diesen Rahmen gut zu setzen – das ist nicht unaufwendig
- Ziele Ziele Ziele: die können sehr vielfältig sein und von Demokratisierung, Planung & Innovation, Kompetenzentwicklung, Kulturwandel initiieren, Wissensaustausch, etc. reichen, aber klar müssen sie sein
- Einladungspolitik: Bei „Wer wird eingeladen?“ ist nicht nur wichtig, wer für die inhaltlichen Ergebnisse relevant ist, sondern auch Überlegungen wie: Wer soll dort in Kontakt kommen? Wer trägt die Erlebnisse & Ergebnisse der Veranstaltung weiter?
- Achtung vor Scheinbeteiligung! Ja, es geht um Beteiligung bei Großformaten, aber bitte nicht um jeden Preis, d.h. im Vorfeld ist gut zu überlegen, was der Rahmen ist, wo Mitsprache, Meinung, Ideen, usw. wirklich offen erwünscht sind und was mit diesen Ergebnissen passieren soll
Ein Tipp: Von hinten her denken!
Dieser Tipp kann bei vielen Veranstaltungen hilfreich sein und zu einer schnelleren Klärung führen, wohin die Reise geht. Stell dir oder deinem Vorbereitungsteam gleich zu Beginn Fragen wie:
- Welche Ergebnisse sollen am Ende konkret stehen und was passiert mit diesen Ergebnissen? (inhaltliche Ebene)
- Mit welchem Gefühl sollen die Teilnehmer:innen rausspazieren? Was sollen sie erlebt und erfahren haben? (soziale Ebene)
- Was soll sich nach der Veranstaltung insgesamt verändert haben? Zu welchem größeren Ziel (z.B. Vernetzung, Kulturwandel…) soll diese Veranstaltung beitragen und entsprechend, was braucht es an Maßnahmen danach? (Prozessebene)
Bist du schon neugierig geworden, was das jetzt konkret heißen kann? Tja, gute Serien & so auch die Mini-Serie zu „Frameworks & Großformaten“ haben einen Cliffhanger… – bleib dran!
Aber, so viel sei schon verraten: Die REFAK wird dieses Jahr ein Barcamp veranstalten und der nächste Mini-Serienteil wird sich damit beschäftigen. Willst du schon mal Vorab-Infos dazu haben oder bist du sogar schon anmeldebereit?
Dann bitte HIER lang.
Autorin: Nicola Sekler
Lust auf mehr? Zu allen Einträgen der Serie #mm kommst du HIER!

Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen unter gleichen Bedingungen 3.0 Österreich Lizenz.
Volltext der Lizenz
