Arbeitsgruppe: Welche Bildung braucht politische Bildung? Für die Politisierung von TrainerInnen

GegenBewegungen_teil 5mit Claudia Lo Hufnagl, Pia Lichtblau , Andreas Michelbrink, Elisabeth Steinklammer

04.12., 13:00-16:00

Bildung ist niemals neutral. Gewerkschaftliche Bildung zum Beispiel folgt unter anderem dem Auftrag, die Interessen und Lebensbedingungen der ArbeitnehmerInnen zu stärken/ zu verbessern. Damit einher geht ein Konzept, was Lehrende der gewerkschaftlichen Erwachsenenbildung können und wissen müssen, welche (politischen) Haltungen sie brauchen, um diesen Auftrag in Lernprozessen gerecht zu werden.
Solche Aufträge und Anforderungen an Lehrende gibt es in jeder Bildungseinrichtung- sie sind nur nicht immer transparent ausgesprochen und sichtbar.

In der Aus- und Weiterbildung von TrainerInnen und ReferentInnen stellen wir oftmals fest, dass es einen nicht unerheblichen Unterschied darin gibt, welchen Bildungsbedarf für Ihre Lehrenden die Bildungseinrichtungen sehen, welchen individuellen Bedarf diese selbst sehen und welcher Bedarf gesellschaftlich gefördert/gefordert wird. So bewegt sich das Bildungsprogramm immer im Spannungsfeld zwischen Organisationsanforderungen, individuellen Prioritätensetzung und gesellschaftlichen Professionalisierungsforderungen.

Gemeinsam wollen wir im Workshop verschiedene Dimensionen dieses Spannungsfeldes ausloten. Wir diskutieren gesellschaftliche Rahmenbedingungen bzw. politische Forderungen an Lehrende in der Erwachsenenbildung. Wir lernen Beispiele kennen, wie man Lehrende für politische Bildungsangebote erreichen kann, und tauschen uns zu Bildungsplanung aus. AG-TeilnehmerInnen haben auch die Möglichkeit der eigenen Definition  von „politischer Bildung“ nachzuspüren und zu reflektieren, ob und wie sie selbst politische Bildung in Bildungsmaßnahmen setzen wollen.

Workshopdokumentation

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