#visdo_11 – Sketchnotes: Notizen, die sich sehen lassen

Visuelle Notizen leicht gemacht

Visualisierung ist ja momentan in aller Munde. Einer der angesagten Trends aus der Visualisierungswelt sind Sketchnotes. Schon gehört? Wenn nicht, dann wird es höchste Zeit. In diesem #visdo widmen wir uns den Fragen, was Sketchnoting eigentlich ist, wie es geht und warum am Einkaufszettel für den Supermarkt ruhig auch mal ein Mixer zu sehen sein darf. Aber genug der vielen Worte – legen wir los.

Was sind Sketchnotes?

Sketchnotes nutzen die gleichen Tools, die wir uns im #visdo auch bereits angeschaut haben. Nur geht es beim Sketchnoting nicht unbedingt darum, vor Publikum und auf einer großen Fläche wie dem Flipchart zu zeichnen. Wie der Name schon andeutet (notes bedeutet auf Englisch ja Notiz) handelt es sich bei Sketchnotes um gezeichnete Notizen. Diese können geteilt werden – dabei stoßen sie immer auf große Beliebtheit, da sie nicht so trocken sind wie unendlich lange Aufzählungslisten – oder aber auch ganz privat sein – also nur für dich als Mitschrift dienen. Wie sieht das in der Praxis aus? So:

Was bringen Sketchnotes?

Sketchnotes kombinieren Bilder mit Text und sorgen so dafür, dass Inhalte besser gemerkt werden. Sie schauen einladender aus als bloßer Text und es macht Spaß sie anzufertigen. Sie fördern die Kreativität und helfen dir die Inhalte schnell wieder in Erinnerung zu rufen.

Was brauche ich für das Sketchnoting?

In Papiergeschäften findet man wunderschöne gebundene Bücher mit leeren Seiten, die man füllen kann. Von handgeschöpftem Papier mit eingepressten Blumen bis Ledereinbänden aus Italien ist alles dabei. Ich habe mir zum letzten Geburtstag selbst ein besonders schickes (und viel zu teures) Exemplar geschenkt. Was daraus geworden ist? Nicht viel. Es liegt nach wie vor unbenutzt im Regal neben mir. Warum? Weil der Gedanke etwas „falsches“ reinzuzeichnen mich jedes Mal, wenn ich es in die Hand nehmen will, dann doch wieder zum Kopierpapier greifen lässt. Teure Notizbücher sind oft einschüchternd. Und für Sketchnotes absolut nicht notwendig.

Ein einfacher Notizblock oder ein Klemmbrett mit Kopierpapier und ein nicht allzu dünner Stift reichen schon aus. Wenn du noch einen grauen und einen bunten Marker in einer Schublade findest, nimm sie auch dazu. Wenn nicht – vielleicht hast du einen Buntstift oder einen bunten Kugelschreiber? Die tun es auch.

Wo lassen sich Sketchnotes einsetzen?

Ob Meeting, Gespräch oder Präsentation – Sketchnotes eignen sich in allen Situationen, in denen du Notizen machen willst, um dir etwas besser zu merken. Ich persönlich nutze sie am liebsten, wenn ich Weiterbildungen (Seminare und Workshops) besuche oder Konferenzen mit spannenden Vortragenden.

Für wen sind Sketchnotes?

Man muss kein Zeichentalent sein, um Sketchnotes zu nutzen. Da du mit einem Notizblock im kleinen Format arbeitest und die Notizen ja hauptsächlich für dich selbst sind, ist die Hemmschwelle zum Glück noch viel geringer als beim Zeichnen auf dem Flipchart. JedeR die/ der schreiben kann und sich hin und wieder Notizen macht, ist zum Sketchnoter oder zur Sketchnoterin geboren.

Buchtipps zum Thema Sketchnotes

– Sketchnotes kann jeder von Ines Schaffranek
– Sketchnotes: Visuelle Notizen für Alles von Nadine Roßa
– Das Sketchnote Handbuch von Mike Rohde
– Die Sketchnote Starthilfe von Tanja Wehr

Autorin: Lana Lauren

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

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