Arbeitsgruppe: Über den Tellerrand – Politische Bildung und Globalisierung, Standortwettbewerb, Migration

GegenBewegungen_teil 2mit Dieter Behr, Martin Roggenkamp, Sepp Wall-Strasser

04.12., 13:00-16:00

Wirtschaft und Arbeitswelt können nicht losgelöst von globalen Wertschöpfungsketten und Produktionsnetzwerken, aber auch nicht von  der Analyse und Bekämpfung des globalisierten Finanzmarktkapitalismus betrachtet werden.

In der Sphäre des Konsums regiert das Prinzip „Hauptsache Billig“; gleichzeitig werden laufend die Rechte von ArbeitnehmerInnen untergraben. Aufgrund der Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen, nicht zuletzt aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels, sind viele BewohnerInnen südlicher Länder dazu gezwungen, zu emigrieren – die EU setzt hingegen alles daran, Menschen von außerhalb Europas den Zugang zu den letzten Wohlstandsinseln zu versperren – die tödlichen Konsequenzen dieser Politik sind mittlerweile allen bekannt.

Parallel dazu führt die Politik der europäischen Eliten in eine sozial, wirtschafts-und demokratiepolitisch katastrophale Situation. In manchen Ländern und Regionen hat die sogenannte „3. Welt“ die EU erreicht.

Was kann Bildung leisten? Der Widerstand beginnt im Kopf. Und auch das gegenseitige Verständnis über nationale und kulturelle Grenzen hinweg. Bildung ist die zentrale Ressource für die Analyse der Verhältnisse und für die Entwicklung von Ideen, die man diesen entgegen setzen kann. Und Bildung ist zugleich eine notwendige Ressource zur Verständigung über nationale und europäische Grenzen hinweg, für die Identifizierung gemeinsamer Interessen und die gemeinsame Entwicklung von Strategien, diese Interessen zu verfolgen.

Wenn wir dem neoliberalen Wettbewerbsstaat etwas entgegensetzen wollen, müssen wir uns international vernetzen. Der Workshop zeigt konkrete Beispiele auf, wie Kooperationen von Gewerkschaften, NGOs und sozialen Bewegungen über nationale Grenzen und die Grenzen der EU hinweg aussehen können:  Wir stellen Beispiele aus dem Bereichen der Landwirtschaft, des Lebensmitteleinzelhandels, der Textilproduktion, die Unterstützung der „Klinik der Solidarität“ in Griechenland, die Gewerkschaftsschule in der Republik Moldau und andere vor. Dazu gibt es Unterlagen, Materialien, Methoden, die für die Bildungsarbeit einsetzbar sind.

Workshopdokumentation

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