Seminardokumentation: Toolbox B

1_WillkommenSeminargestaltung und (Beg-)Leitung

02.11.2016 – 04.11.2016

TrainerInnen: Florian Reiter & Nicola Sekler

Ziele
Die TeilnehmerInnen…
… können eigenverantwortlich Workshops und Seminare planen und kennen die Stärken und Grenzen ihrer Leitungspersönlichkeit
… können Lernprozesse in Gruppen strukturieren (Erwartungen und Bedürfnisse erfragen und klären, Ziele definieren, Themen finden und bearbeiten, Entscheidungen begleiten, reflektieren, …)
… erweitern ihre Methodenkompetenz sowie Kommunikations- und Moderationstechniken

Inhalte

  • Ankommen + Rückblick Toolbox A + Ausblick Toolbox B
  • Feedback + Diskussion der Feinplanungen (Projekte zwischen Toolbox A und B)
  • Statusübungen (Improvisationstheater)
  • Meine Aufgaben und Zuständigkeiten als Leitung
  • ein paar Konzepte: Teamuhr, Führungskontinuum, situative Führung
  • Probeleiten + ausführliche Reflexion
  • ein paar Überlegungen zur Nachbereitung
  • Transfer

Ankommen, Rück- und Ausblick
… Wiedersehen nach einem Monat: Wir machen eine erste Runde mithilfe von Karten und den Fragen: Wie geht es mir? Wie komme ich in der Toolbox B an?
… Rückblick auf die Toolbox A und Klärung von offenen Fragen: Die TeilnehmerInnen werden gebeten, in Kleingruppen die Toolbox A noch einmal Revue passieren zu lassen, die Punkte zu sammeln, die ihnen wichtig waren, und, was noch offen ist. Als Material stand zur Verfügung: Die wichtigsten Flipcharts und Übersichten auf Pinnwänden sowie 4 iPads zum Lesen der Dokumentation der Toolbox A hier am Blog.

Feedback + Diskussion der Feinplanungen
Ein wichtiger Schwerpunkt in der Toolbox ist die Arbeit an konkreten Seminarplanungen und -designs. Zwischen der Toolbox A und der Toolbox B arbeiten alle TeilnehmerInnen ein Design aus. D.h. neben den Zielen und Inhalten d
er einzelnen Blöcke sollen auch für den gesamten Ablauf konkrete Methoden überlegt werden, wie diese Ziele am besten umzusetzen sind, inklusive Zeitangabe und Verantwortlichkeiten. Das geschieht am besten mit einer Übersicht wie dieser Designvorlage_Toolbox oder
Designvorlage.
Die von den TeilnehmerInnen ausgearbeiteten Designs haben wir zuerst paarweise und dann im Plenum gefeedbackt.

Statusübungen8_statusübungen
… kommen ursprünglich aus dem Bereich des Improvisationstheaters und dienen einerseits dazu, ins Tun und Umsetzen vor der Gruppe zu kommen. Andererseits lässt sich mit den ganz einfachen Übungen gut reflektieren, wie Mimik, Gestik, Stimme und Auftreten im „Publikum“ und bei den BeobachterInnen ankommen.
Wir haben „Betreten der Bühne“ und die Statuswippe im Seminar ausprobiert.

Meine Aufgaben und Zuständigkeiten als Leitung
Ziel dieser ersten Sammlung war es, vor dem Hintergrund von sehr unterschiedlichen Bildungsformaten, die wir in der Toolbox A gesammelt hatten und die in den Projekten umgesetzt werden/wurden, Rahmenbedingungen und gesetzten Zielen zu überlegen, was dann jeweils die Rolle als Moderatorin, Leiterin, Referentin usw. ist. Dies ist ein wichtiger Klärungsprozess bei jeder Veranstaltung, denn die Zuständigkeiten können sehr unterschiedlich sein und auch variieren, je nach dem, ob in Teams oder alleine gearbeitet wird. Und: je klarer den TeilnehmerInnen diese Rolle auch vermittelt wird, z.B. zu Beginn bei der Vorstellung oder aber bei der Vorstellung der Arbeitsweise, desto einfacher die Positionierung bei Anforderungen aus der Gruppe, die nicht Inhalt und Zuständigkeit von Euch als ModeratorInnen, TrainerInnen, ReferentInnen usw. sind. Hilfreich für die Aufgaben von LeiterInnen in den einzelnen Phasen eines Seminars und einer Gruppe ist dafür die Teamuhr (weiterlesen könnt ihr hier), Führungskontinuum, situative Führung.

Probeleiten
Vor dem Probeleiten gab es noch 2 Punkte zu klären:
1. Auf was wollen wir beim Probeleiten achten? – das haben wir gemeinsam gesammelt
2. Wie wollen wir Feedback geben? Die Feedbackregeln sind mittlerweile sehr bekannt und verbreitet. Wir haben verscucht, mit dem Würfel des Erlebens ein neues Angebot zu machen, das für das Geben von Feedback verwendet werden kann.
Die „Probeleitungen“ liefen immer nach dem gleichen Schema ab: Die (jetzt zuständige) TrainerIn hat allen kurz erklärt, in welchem Setting sie sich befinden: Dauer des Seminars insgesamt, Ziel, Zielgruppe, wo befinden wir uns nun konkret in dieser Situation. Die restlichen SeminarteilnehmerInnen haben die TeilnehmerInnen „gespielt“; Florian und Nicola haben beobachtet. Nach der geleiteten Sequenz hatten alle die Möglichkeit, aus ihrer Sicht Feedback zu geben. Am dritten Tag gab es dann noch eine Extra-Runde zum Thema „Wie stelle ich mich vor“ bzw. „Wie bereite ich mich gut auf die Vorstellung vor“.

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Nachbereitung
Schwerpunktthema der Toolbox (A+B) ist die Vorbereitung und Durchführung von Bildungsveranstaltungen. Wichtig
ist aber auch eine gute Nachbereitung, ist sie doch gleichzeitig wieder ein Teil der Vorbereitung für den nächsten Einsatz und wichtiger Bestandteil einer persönlichen Weiterentwicklung als Leitung, als TrainerIn, usw…

Transfer
Ziel von Transfermethoden ist es, den Bezug zum Arbeitsalltag herzustellen. Ganz wichtig ist dies am Ende des Seminars, hier haben die TeilnehmerInnen einen „Brief an mich selbst“ verfasst (siehe auch #mm). Allerdings bietet es sich auch zwischendurch an, Reflexionsschleifen einzuziehen, die das Gelernte, Gesehene, Erfahrene, Beobachtete verarbeiten. Mithilfe von Methoden werden die TeilnehmerInnen dazu angeregt, das Geschehene Revue passieren zu lassen und gleichzeitig einen Bezug zu sich selbst und ihrer eigenen TrainerInnenpraxis herzustellen. In der Toolbox B haben wir das so umgesetzt: a) Im Block Probeleiten haben wir einmal zwischendrin die bisherigen Erkenntnisse gesammelt. b) Am Ende des 2. Tages haben wir „Talking by Walking“ gemacht, ein Spaziergang paarweise. c) Zum Abschluss des Seminars haben wir einen Transfer in Richtung „was werde ich nach dem Seminar umsetzen“ ?

 

Materialien
Hier nochmals alle Materialien der Toolbox A und B auf einen Blick:
#mm: MethodenMittwoch: Methoden der gewerkschaftlichen Erwachsenenbildung beispielhaft und praxisbezogen beschrieben
Vorlagen Seminarplanung: Toolbox , REFAK-Seminarplanungsvorlage
Link- und Literaturliste
Checkliste „Rahmenbedingungen/Setting“ hier
Gruppenphasen + Aufgaben als LeiterIn

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