#mm: Entscheidungsmatrix

Ziel: Entscheidungen werden in Teilentscheidungen/Alternativen zerlegt, anschließend werden die einzelnen Bereiche nach vorher festgelegten Kriterien untersucht.

Vorgehen:

  1. Die verschiedenen Möglichkeiten bzw. Alternativen werden ausreichend vorgestellt und ggf. diskutiert
  2. Mögliche, positiv formulierte, Bewertungskriterien werden gesammelt und für alle sichtbar aufgeschrieben (Pinnwand oder Flipchart)
  3. Ggf. Kriterienauswahl/Gewichtung: Alle TeilnehmerInnen kennzeichnen die für sie wichtigsten Kriterien (z.B. durch Punkten); ggf. Erläuterungen, weitere Diskussion; entsprechend der Bewertung erhalten einige einen höheren Faktor, die Gruppe kann sich auch einigen, welche Kriterien anschließend nicht in den Entscheidungsprozess aufgenommen werden sollen
  4. Die Möglichkeiten und Alternativen werden nun in einer Tabelle (Matrix) dargestellt
  5. Alle TeilnehmerInnen nehmen nun für jede Alternative anhand der Kriterien eine Einschätzung vor
  6. Auswertung: Zusammenzählen der Bewertungen (Noten, Punkte). Die Alternative, die bei den meisten Kriterien am besten abschneidet, „die beste Note bekommt“, ist die Vorzugswürdige.

Meist gibt es bei diesem Verfahren einen „eindeutigen Sieger“. Das Ergebnis sollte aber trotzdem kritisch überprüft werden. Gleichzeitig kreiert ein klares Ergebnis nicht notwendigerweise auch Akzeptanz. Es sollte also im Vorhinein klar sein, wie eine Einigung zustande kommen soll. Beispiel einer Entscheidungsmatrix für eine Aktion der Gewerkschaftsjugend:

Vorhaben Demonstration Kundgebung Flashmob Flyerverteilaktion
Kriterium
Zeitlicher Aufwand – – + ++
Kosten – – +- ++ +-
Öffentlichkeit ++ +- + +
Mobilisierungspotenzial + ++

 

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