Archiv der Kategorie: Tools & Tipps für TrainerInnen

Hier findest du Links, Materialien, Artikel etc., die dir das Leben als Trainerin oder Trainer erleichtern könnten!

#visdo_10 – Wie schaut das in der Praxis aus?

Ganz konkret für Gewerkschaften

Im #visdo08 haben wir uns mit dem OASE Prinzip beschäftigt und uns erste Gedanken darüber gemacht, wie man strategisch vorgehen kann um passende Bilder für einen Begriff oder ein Thema zu finden. Oft funktioniert das in der Theorie ganz gut, aber man stößt dann doch noch auf Schwierigkeiten, wenn man es in die Praxis umsetzen will. Daher wollen wir uns das bisher Gelernte heute für ein ganz konkretes Beispiel anschauen: die Gewerkschaftsbewegung. Weiterlesen

#mm: „Vergessene“ Methoden

Zukunfts-Werkstatt

Ziele:

** Veränderungen in Gruppen erarbeiten und Umsetzung anschieben
** Lernen und Tun werden nicht auseinandergerissen

Kurzbeschreibung:
Zukunfts-Werkstätten sind Workshops mit einer festen, aber ganz einfachen Struktur:

  • Kritikphase: Was passt nicht?
  • Phantasiephase: Wie wäre es, wenn es schön wäre?
  • Realisierungsphase: Was werden wir von unseren Phantasien wie umsetzen?

Die Methode Zukunfts-Werkstatt wurde vom Zukunftsforscher Robert Jungk (1913 – 1994) entwickelt.

Ein Beispiel abseits der politischen Bildung

Die ganze Kantinen-Crew eines 3.000-MitarbeiterInnen-Unternehmens trifft sich am  Wochende in einem Hotel zur Zukunftswerkstatt „Mehr Spaß am Kochen, mehr Spaß am Essen!“. Die Kritikphase geht mit der Kartenabfrage ganz schnell. Klassisch moderiert (mit Klebepunkten) finden sich auch schnell die Knackpunkte. Ein Punkt ist der Stress bei Stoßzeiten, ein anderer das Bahnhofswartehallen-Ambiente in der Kantine. In der Phantasiephase dauert es ein wenig, bis die Crew ins Querdenken kommt. Der Chef der Küche hilft mit: „Leute, lasst euch drauf ein, jetzt dürft und sollt ihr nach Herzenslust spinnen!“ Die Gruppe mit dem Thema Ambiente verzieht sich schnell in das hoteleigene Schwimmbad und präsentiert uns nach einer Stunde, wie das Ambiente schön wäre: Auf der Südseeinsel mit tropischem Flair. Diese Idee kommt am folgenden Morgen in die Umsetzungsphase.
Drei Monate später komme ich wieder in das Unternehmen. Der Küchenchef holt mich ab und führt mich in die Kantine: Dort gibt es eine Art „Insel“ mit richtigem Sand, großen Kübelpalmen. Jeden Tag werden dort Säfte und tropische Früchte angeboten. Die Leute in der Küche reißen sich um den Job „auf der Insel“ und gestalten sie weiter. Die MitarbeiterInnen freuen sich auch.

Robert Jungk würde das Beispiel milde belächeln, ist es doch noch ganz weit weg von den großen gesellschaftlichen Umwandlungen, die er im Auge hatte. Wohlgemerkt, nicht er wollte die Gesellschaft umkrempeln, er hat nur einen Weg entwickelt, wie die Bürgerinnen und Bürger das selbst machen können. In der „Modertionsfibel Zukunftswerkstätten“ (siehe unten)  findet sich folgende Anmerkung Jungks:

Mein heißer Tipp: Die Schere gegen die Phantasie-Killer

Es gibt in Zukunftswerkstätten einen entscheidenden Punkt: Das Umschalten von der Kritik- in die Phantasiephase. Auch als er schon ziemlich klapprig war, wollte Jungk das selber machen. Ich sehe ihn noch vor mir mit einer Schere in der Hand: „In der Phantasiephase darf es keine Grenzen geben. Denkt, was denkbar ist! Gebt den Ideen-Killern, den Scheren im Kopf keinen Platz. Die verstecken sich in Sätzen wie: Das ist zu teuer! Das wird nicht gehen! Da macht uns keiner mit!“
Seitdem habe ich eine schöne handgeschmiedete Schere im Moderationskoffer, die ich als Symbol bei Kreativprozessen aufhänge und erkläre. Es reicht dann oft schon ein Fingerzeit, der ganz oft von TeilnehmerInnen kommt!

Warum ich die Methode mag

Ich durfte Robert Jungk selbst noch erleben und mit ihm arbeiten. Diese wenigen Tage haben mich nachhaltig beeinflusst. Beim Mitmachen wie beim Moderieren habe ich erlebt: Das ist zwar anstrengend, aber ich bin immer mit frischer Energie und Power rausgegangen.
Mir imponiert dieser ganz schnörkellose Dreischritt von Zukunftswerkstätten.
Nicht zu vergessen: Zukunftswerkstätten bleiben – wenn alles gut läuft – nicht beim „Man sollte, man könnte…“. Die die Umsetzung und die politische Aktion sind in die Methode „eingebaut“.

Zum Weiterlesen und -schauen:

Auf dem Foto seht ihr – abgegriffen und zerlesen – meine Moderationsfibel Zukunftswerkstätten aus dem Jahr 1997. Das Buch ist uralt, aber immer noch eines der besten Moderationsbücher. Für das Foto habe ich es aus dem Regal genommen und gleich wieder eine Stunde gelesen. Seit 2004 gibt es eine von Kuhnt und Müllert überarbeitete Ausgabe als Taschenbuch.

 

Ein ganz ausführlicher Artikel aus dem Methodenpool der Uni Köln: sehr akademisch, aber interessant für jeden, der tiefer einsteigen will, mit vielen Quellen und guten Beispielen (PDF, 70 KB).

Ein Ablauf: In dem Beispielablauf zeigt sich, dass viele Zukunfts-Werkstätten sich am Ende mit dem Entwurf von Ideen begnügen und nicht verfolgt wird, was daraus wird (PDF, 259 KB).

Ein interessanter Beitrag von Nicola Sekler ist in diesem Blog erschienen: Sie nennt die Methode „Blick in die Zukunft„. Im Kern ist das mit der Phatasiephase der Zukunftswerkstatt zu vergleichen.

Wollt Ihr Jungk selbst kennenlernen? Da gibt es ein Interview  aus dem Jahr 1992. Ewig lang und mit tausend Details, aber ein Ausschnitt zeigt, wie er dachte und warum er in allen Lagern immer wieder aneckte.

Eine Quelle für weitere Informationen: Die Bibliothek für Zukunftsfragen in Salzburg, die nach Robert Jungk benannt ist.

Ich hoffe, dieser #mm zur Zukunfts-Werkstatt führt auch dazu, dass wieder klar wird, woher die Methode stammt und dass „Zukunfts-Werkstatt“ keine Erfindung von google ist.  Es gab Zukunfts-Werkstätten  ganz anders und lange, bevor google kam

Autor: Ulli Lipp

#visdo_09 – Die 5 Dimensionen der Visualisierung

Alles bewegt sich zwischen zwei Extremen.

Wenn wir etwas visuell darstellen wollen, gibt es fünf Fragen, die wir uns stellen können, um Klarheit darüber zu erlangen, welcher Aspekt von unseren Inhalten denn nun der wichtigste ist. Was wollen wir eigentlich vermitteln? Verschiedene Botschaften verlangen nach verschiedenen Bildern. In diesem #visdo werden deshalb aus einfachen Symbolen (siehe #visdo 08 – das OASE Prinzip) durchdachte Schaubilder… Weiterlesen

#dido_27 Fake News!

OMG!!! Endlich kommt die Wahrheit ans Licht … so, oder so ähnlich könnte eine typische Falschnachricht starten. Doch leider sind Fake News im Alltag nicht immer so leicht zu erkennen. Deshalb zeigen wir euch heute vier Tools, die das Schlaglicht der Wahrheit auf dubiose Nachrichten lenken. Wir zeigen euch, wie sie helfen können Fake News zu erkennen und wie ihr das in Weiterbildungen einsetzen könnt.

 

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#visdo_08 – Symbole zeichnen leicht gemacht: das OASE Prinzip

Die Grundzutaten sind immer die selben

Im #visdo 06 haben wir uns ja bereits der Schrift gewidmet. Das mit dem Schreiben sollte daher schon gut klappen.

Hier also meine erste Aufgabe für diesmal: schreibt das Wort OASE auf ein Stück Papier, das ihr gerade zur Hand habt. Alles in Großbuchstaben mit einem spitzen A bitte. Hat das geklappt? Wenn ja, dann habt ihr damit schon alle Zutaten, die ihr für das Zeichnen braucht. Wie das? Seht selbst…
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Die Sozialpartner

Wer oder was sind eigentlich die Sozialpartner???

Ein sozialpartnerschaftlich produziertes Video erklärt es kurz und verständlich!

Themeneinstieg: Geschichte der Frauenrechte

Meilensteine der Frauenrechtsbewegung in Zitaten

CC BY-SA 4.0, medica mondiale

Das Zentrum polis – Politik lernen in der Schule veröffentlicht auf seiner Website Unterrichstvorschläge zu verschiedensten Themen, inklusive Materialien, Literaturtipps und weiterführenden Links.

Mit geringen oder gar keinen Adaptierungen können die auch für die Erwachsenenbildung gut eingesetzt werden! Wie zum Beispiel der Unterrichtsvorschlag zum Thema Meilensteine der Frauenrechtsbewegung in Zitaten!

#visdo_07 – Flecken, Rechtschreibfehler, krumme Linien, Verschreiber und andere Furchtbarkeiten

Was kann man tun, wenn es beim Schreiben und Zeichnen mal voll daneben geht?

Es passiert uns allen. Wir sind voll motiviert und hoch konzentriert und wenn wir am wenigsten damit rechnen, passiert es doch. Das stumme h geht verloren, die vermeintlich gerade Linie wird zu einer Wackelpartie und der frisch mit Tinte gefüllte Stift hinterlässt schwarze Tropfen auf dem weißen Blatt. Fehler gehören zum Schreiben und Zeichnen dazu. Egal wie sehr wir uns bemühen, ganz los werden wir sie nie. Daher stellt sich die Frage: wie gehen wir mit ihnen um?
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#visdo_06 – Am Anfang war das Wort…

Leserlich schreiben von A bis Z

Grundsätzlich haben die meisten ja keine Zweifel daran, dass sie schreiben können. Wir wissen wie ein großes A oder ein kleines z aussieht und bringen sie ohne groß nachdenken zu müssen aufs Papier. Doch wenn es dann ans große Blatt geht und hinter einem ein ganzer Raum voller Menschen gebannt zusieht, wie wir den Stift in Richtung Papier führen, wird dem einen oder der anderen dann doch mulmig. Dabei ist leserliches Schreiben garnicht so schwierig.

„Jaja…“ denken sich jetzt einige „…die hat meine Schrift noch nicht gesehen“. Vertraut mir. Das kriegen wir hin. Und zwar in zwei Schritten: zuerst zeige ich euch ein paar Schriften, die ihr leicht nachmachen könnt und danach, worauf ihr bei der eigenen Handschrift achten könnt. Weiterlesen

Dialoginitiative von AK und ÖGB

Wie soll die Arbeit der Zukunft ausschauen? Was wünscht du dir als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer? Oder als Arbeitsuchende/r oder Karenzierte/r? Was ist gut und muss bleiben? Wo drückt der Schuh? Was darf auf keinen Fall passieren?

Das wollen wir von der Arbeiterkammer und den Gewerkschaften gerne von dir, deinen Kolleg*innen und deinen Teilnehmer*innen wissen.

Bitte beantworte ein paar Fragen und sag uns deine Meinung!
Jetzt bei der Umfrage mitmachen!

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